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Münchner Wissenschaftstage 2015 Gestaltung der globalen Urbanisierung

Weil immer mehr Menschen in Städten leben, wird sich das Überleben der Menschheit in den Megacities entscheiden.

Stand: 21.07.2016

123 Jahre hat es gedauert bis die Menschheit von einer Milliarde auf zwei Milliarden anwuchs, aber nur die letzten 12 Jahre bis aus sechs Milliarden sieben Milliarden Menschen wurden. Die achte Milliarde wird im Jahr 2024 erwartet, die neunte 2038. Da heute schon rund 50 Prozent der Menschen in Städten leben, wird sich das Überleben der Spezies Mensch in den Städten entscheiden, so Professor Stefan Siedentopp. Inzwischen wachsen die sogenannten Megacities vor allem in Asien zu Giga-Regionen zusammen, die innerhalb der letzten 20 Jahre das fünf- bis sechsfache der früheren Fläche erreicht haben. Siedentopp weist auf die Konsequenzen dieses Wachstums hin: Zum einen wird immer mehr fruchtbares Ackerland zubetoniert, zum anderen wird immer fraglicher, wie diese Giga-Regionen auf Dauer mit ausreichend Trinkwasser versorgt werden sollen.

Stefan Siedentop ist Professor für Stadtentwicklung an der TU Dortmund und Direktor des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS). Zuvor forschte er am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung in Dresden und war Inhaber des Lehrstuhls für Raumentwicklungs- und Umweltplanung an der Universität Stuttgart.

Die Sendereihe

Die Münchner Wissenschaftstage sind eine viertägige Großveranstaltung mit dem Ziel, umfassend über aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen zu informieren, zum Nachdenken und Nachfragen anzuregen und die Urteilsfähigkeit der Bevölkerung zu schärfen. Die Vorträge werden inhaltlich getragen von den Münchner Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und forschungsintensiven Unternehmen. Das Motto der 15. Münchner Wissenschaftstage war  "Städte der Zukunft". Sie fanden vom 14. bis 17. November 2015 statt.


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