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Historisches Kolleg Seeversicherung im Europa des Spätmittelalters

Schon im mittelalterlichen Venedig schlossen Kaufleute Versicherungen gegen Schäden durch Schiffbruch oder Piraterie ab.

Stand: 15.12.2017

Wie erstaunlich pragmatisch Händler ab dem 12. Jahrhundert versuchten, mögliche Gefahren für ihr Geschäft kalkulierbar und damit beherrschbar zu machen; wie schon Lebensversicherungen abgeschlossen wurden und wie in diesem Zusammenhang der Begriff des „Risikos“ entstand, darüber referiert im Historischen Kolleg München Benjamin Scheller.

Gliederung

  • Spätmittelalterliche Seeversicherungspraxis in italienischen Handelsmetropolen
  • Geschichte von Risiko und Versicherung
  • Nachrichtenübermittlung und Risikoexpertise
  • Buchführung
  • Wettversicherungen

Der Referent

Prof. Dr. Benjamin Scheller war Gastprofessor an der Universität Wien, bevor er 2011 die Professur für Geschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit an der Universität Duisburg-Essen übernahm. Er ist Sprecher des DFG-Graduiertenkollegs "Vorsorge, Voraussicht, Vorhersage" und des Profilschwerpunkts „Wandel von Gegenwartsgesellschaften“ der Universität Duisburg-Essen. 2016/2017 bekam er für das Forschungsprojekt „Die Geburt des Risikos: Kontingenz, Kalkül und kaufmännische Praxis im Mittelmeerraum des Hoch- und Spätmittelalters“ am Historischen Kolleg das Stipendium der Fritz Thyssen Stiftung.

Sendereihe „Historisches Kolleg“

Das Historische Kolleg, 1980 gegründet, hat seinen Sitz in der Kaulbach-Villa zwischen Bayerischer Staatsbibliothek und Englischem Garten in München. Es ist als Ort wissenschaftlicher Kolloquien und Vorträge ein lebendiges Zentrum der historischen Forschung. Die Referenten der Sendereihe sind Stipendiaten des Historischen Kollegs, die ihr spezielles Forschungsthema einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen.


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