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Deutscher Historikertag 2016 Die deutschen Behörden und die NS-Zeit

Seit einigen Jahren erforschen Historiker die Rolle der deutschen Ministerien und anderer Behörden während des Dritten Reichs und danach.

Stand: 26.01.2017

Im staatlichen Auftrag untersuchen sie, in welcher Beziehung die Behörden zum Nationalsozialismus standen. Wie hoch ist der Erkenntnisgewinn dieser Projekte - aus Sicht der Wissenschaft und der Öffentlichkeit? Auf dem Historikertag 2016 debattierten darüber Frank Bösch, Constantin Goschler, Norbert Frei und Axel Schildt. Klaus Wiegrefe moderierte die Veranstaltung.

Die Podiumsteilnehmer v.l.n.r.:

Der promovierte Historiker Klaus Wiegrefe ist beim SPIEGEL zuständig für den Bereich Zeitgeschichte. Constantin Goschler ist Inhaber des Lehrstuhls für Zeitgeschichte an der Universität Bochum und hat, zusammen mit Michael Wala, "Keine neue Gestapo. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und die NS-Vergangenheit“ (Hamburg 2015) veröffentlicht. Norbert Frei hat den Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Jena inne und war Mitglied der Historikerkommission, die 2010 ihre Ergebnisse über die Geschichte des Auswärtigen Dienstes publiziert hat: (mit E. Conze, P. Hayes, M. Zimmermann) „Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik.“Frank Bösch ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam und lehrt deutsche und europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam. Er gehört zu den Herausgebern der Studie „Die zentralen deutschen Behörden und der Nationalsozialismus. Stand und Perspektiven der Forschung“ (München/Potsdam 2016). Axel Schildt ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg und Direktor der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH).

Sendereihe „Deutscher Historikertag Hamburg 2016“

Alle zwei Jahre treffen sich an wechselnden Orten Wissenschaftler, Studierende und Geschichtspädagogen zum Deutschen Historikertag, einem der mit 3800 Teilnehmern größten geisteswissenschaftlichen Kongresse Europas. Veranstalter ist der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) in Kooperation mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands. Der 51. Deutsche Historikertag fand 2016 in Hamburg statt und stand unter dem Leitthema „Glaubensfragen“.


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