ARD-alpha

alpha-thema: Deutschland - geteilt, vereint? Einmal Westen und zurück: Angepackt und durchgestartet (5/5)

In Marienberg im Erzgebirge verwirklichte Andrea Steinert ein Herzensprojekt. Die 51-jährige hat das Netzwerk „August Stark“ aufgebaut und hilft abgewanderten Sachsen, in der alten Heimat wieder durchzustarten. Im Bild: Andrea Steinert. | Bild: BR/MDR/Mia Media

Freitag, 23.07.2021
19:05 bis 19:30 Uhr

  • Untertitel

ARD-alpha
2020
Folge 5 von 5

Claudia und Axel Schmidt führen das 100-jährige Gasthaus "Waidmannsruh" in Südthüringen. Auch durch die DDR hindurch blieb die kleine Gaststätte immer in Privatbesitz. Doch Axel wollte nach dem Abitur raus in die Welt, arbeitete als Chefkoch in den USA, der Karibik, England, der Schweiz und lernte seine Frau Claudia kennen. Dann standen die Eltern vorm Ruhestand und die Gastwirtschaft vor dem Aus. Und Schmidts entschieden sich mutig für eine Rückkehr und packten an. Sie renovierten den alten Gasthof und legten einen Weinkeller an, der in Thüringen seinesgleichen sucht.

In Marienberg im Erzgebirge verwirklichte Andrea Steinert ein Herzensprojekt. Die 51-Jährige hat das Netzwerk "August Stark" aufgebaut und hilft abgewanderten Sachsen, in der alten Heimat wieder durchzustarten. Das kennt sie aus eigener Erfahrung. Aufgewachsen in Chemnitz geht sie mit 20 zum Vater nach Frankfurt am Main. Der hatte in der Forschungsabteilung des Werkzeugmaschinenkombinates Fritz Heckert gearbeitet und war von einer Westreise nicht zurückgekommen. Nach der Wende studiert Andrea Grafik-Design in Halle und Wien, sie arbeitet für eine große österreichische Werbeagentur und bekommt für ihre Projekte viele Preise. Wegen der Liebe geht sie schließend nach Kairo. Doch wirklich glücklich ist sie dort nicht. 2006 kommt sie zurück und fängt noch einmal ganz von vorn an.

Redaktion: Gábor Toldy