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alpha-expedition | Reise-Doku Die großen Seebäder Brighton

Wenn Hochkultur auf Popkultur trifft: Ein junger Straßenmusiker vor dem "Royal Pavilion”, Brightons Wahrzeichen und königlicher Palast von George IV, Brightons Partykönig. | Bild: Arte/BR/WDR/Martin Koddenberg

Donnerstag, 08.04.2021
20:15 bis 21:00 Uhr

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ARD-alpha
2012

Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts begründete Englands Monarch George IV. Brightons Ruf als Stadt des Vergnügens und der Feste. Der exzentrische König ließ sich in dem verschlafenen Fischerdorf einen Palast im indisch-sarazenischen Stil mit chinesischem Interieur erbauen, um dort manchmal monatelang andauernde gigantische Sauf- und Fressgelage zu veranstalten. Im viktorianischen Zeitalter brachte der Bau der Eisenbahnlinie von London nach Brighton das Küstenstädtchen dann in Reichweite von Millionen Badegästen und entfachte einen beispiellosen Boom. Nun war Brighton in nicht mal mehr einer Stunde von London aus zu erreichen und beeindruckte die erholungsbedürftigen Großstädter mit prächtigen Pieranlagen sowie den neuesten Vergnügungsangeboten. Pompöse Musicaltheater, ein Wochenende mit der Liebsten oder ein Besuch in den ersten Kinos - nach Brighton fuhr man, um Spaß zu haben. Das ist bis heute so geblieben. Hier findet Europas größte Strandparty statt. Und an den Wochenenden werden hier die legendären, aber auch berüchtigten britischen Junggesellenabschiede gefeiert.
Die Einwohner Brightons haben sich mit dem Trubel und dem Lärm arrangiert. Wie es sich für eine Stadt am Meer gehört, ist das Seebad weltoffen und entspannt. Studenten aus ganz Europa, Künstler und Englands größte Gaycommunity sorgen für ein Flair, das sogar der Hauptstadt London Konkurrenz macht. Nicht umsonst nennen die Engländer Brighton auch Little London - nur mit dem Extra einer frischen Seebrise.

Redaktion: Gábor Toldy