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Orientierung | Das Religionsmagazin

HANDOUT - 07.03.2021, Irak, Erbil: Papst Franziskus spricht mit Abdullah Kurdi (l,) dem Vater des 3-jährigen Alan Kurdi. Das Foto des Kindes machte 2015 Schlagzeilen, als seine Leiche auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise an den Strand der Türkei gespült wurde. Kurdis Frau und ihre beiden kleinen Kinder ertranken beim Versuch, die griechische Insel Kos per Boot zu erreichen. Foto: Vatican Media/Vatican Media/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Vatican Media

Samstag, 13.03.2021
11:30 bis 12:00 Uhr

  • Untertitel

ARD-alpha
2021

Moderation: Sandra Szabo

Reise mit Risiko: Der Papst im Irak

Trotz hoher Corona-Infektionszahlen und einer prekären Sicherheitslage reist Papst Franziskus in den Irak. Er möchte ein Zeichen des Friedens und der interreligiösen Verständigung setzten – etwa mit einer Begegnung der Religionen in Ur, der Heimat des biblischen Stammvaters Abraham.

Vor allem aber soll der Besuch die katholische Minderheit stärken. Schon vor dem Eintreffen des Papstes hat die „Orientierung“ Iraker und Irakerinnen nach ihrer Einschätzung des Papstbesuches gefragt.

Unter anderem standen ein Sprecher des einflussreichen Milizenführers und schiitischen Politikers Moqtada al-Sadr und das Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche, Kardinal Luis Sako, Rede und Antwort.

Spuren des IS-Terrors: Franziskus in Mossul

Am Sonntagvormittag kommt Papst Franziskus nach Mossul. Die Stadt am Tigris mit ihrer 1600 Jahre alten christlichen Tradition wurde 2014 von Kämpfern des sogenannten „Islamischen Staates“ besetzt.

Der Großteil der christlichen Bevölkerung floh. Drei Jahre später konnten kurdische Peschmerga und irakische Regierungstruppen Mossul in einer blutigen Schlacht zurückerobern. Der Besuch des Papstes ist hier von besonderer Bedeutung.

Islam in Frankreich: Starke Frauen gegen Radikalismus

Sie nehmen sich kein Blatt vor den Mund und bieten der religiösen Autorität die Stirn. Jeannette Bougrab und Zohra Bitan zählen zu den prononciertesten Kritikerinnen des radikalen Islam in Frankreich.

Die beiden Aktivistinnen stammen selbst aus muslimischen Familien, verteidigen jedoch stärker und lauter als andere die säkularen Werte der französischen Republik. Das macht sie zur Zielscheibe von Anhängern und Anhängerinnen der strengreligiösen Auslegung des Islam.

Während sich die beiden Frauen auf dem politischen Parkett für Frauenrechte einsetzen, sind im Hintergrund die „kleinen Hände“ am Werken: zahlreiche Vereine, die Frauen unterstützen – etwa in der Auseinandersetzung mit der Polygamie, die in Frankreich auf dem Vormarsch ist.

Kopf an Kopf? – Evangelische im Burgenland wählen neue Führung

Am 6. März soll im Burgenland eine neue Superintendentin oder ein neuer Superintendent der evangelisch-lutherischen Kirche gewählt werden. In den vergangenen Wochen hatten die Pfarrgemeinden im Burgenland die Möglichkeit, Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zu nominieren.

Zwei Kandidatinnen und ein Kandidat haben die Nominierung angenommen und stellen sich nun der Wahl: Iris Haidvogel, Pfarrerin in Gols, Robert Jonischkeit, Pfarrer in Kufstein, und Claudia Schörner, Pfarrerin in Rust.

Gewählt werden sie von der Superintendentialversammlung, in der Delegierte aller burgenländischen evangelisch-lutherischen Pfarrgemeinden vertreten sind. Für eine gültige Wahl ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Die Amtszeit beträgt zwölf Jahre.

Notwendig geworden war die Wahl, da der bisherige Leiter der evangelischen Diözese, Manfred Koch, in Pension geht. Rund 14 Prozent der burgenländischen Gesamtbevölkerung sind evangelisch, weit mehr als im österreichischen Durchschnitt.

Die „Orientierung“ wird bei der öffentlichen Wahl vor Ort sein und den neu gewählten Superintendenten oder die neu gewählte Superintendentin zu einem ersten Interview vor die Kamera bitten.

Diskussion um Sterbehilfe

Wie wollen wir leben? Wie wollen wir sterben? Es sind schwierige Fragen, die derzeit in Österreich diskutiert werden. Der Verfassungsgerichtshof hat im Dezember das Verbot der Beihilfe zum Suizid aufgehoben – zur Freude der einen, zum Entsetzen der anderen. Denn die Positionen prallen in dieser Frage aufeinander. Soll man einem anderen Menschen beim Sterben helfen? Oder steht der Schutz des Lebens über allem?

Redaktion: Gábor Toldy