ARD-alpha

Luxus - Spiegel der Zeit Luxus im antiken Griechenland

Goldgebinde und vergoldete Aschenkassette aus dem antiken makedonischen Königsgrab bei Vergina. | Bild: BBC/BR/David Wilson

Samstag, 06.06.2020
20:15 bis 21:15 Uhr

ARD-alpha
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 2011
Folge 1 von 2

In der zweiteiligen Dokumentation, die an Originalschauplätzen in Griechenland und Großbritannien gedreht wurde, präsentiert Michael Scott verblüffende Beispiele dafür, dass mitunter auch solche merkwürdigen Objekte als Luxusgüter betrachtet wurden, von denen man es kaum erwarten würde. Aber gerade das sind diejenigen, die uns außergewöhnliche Einblicke in vergangene Kulturen und Zivilisationen gewähren. Es gab Zeiten, in denen nicht Gold oder Diamanten, sondern Fenster, Fisch oder Schuhe das waren, was wirklich zählte!

Luxus steht nicht einfach nur für das Schöne und Teure, das sich im Besitz der Reichen und Mächtigen befindet. Im Laufe der Geschichte erfüllte Luxus noch einen anderen, vielleicht weit wichtigeren Zweck, gerade in der Antike und im Mittelalter. Der erste Teil der Dokumentation beleuchtet die Rolle von Luxus zu Beginn der klassischen altgriechischen Epoche. So ging es dabei in Athen um die Funktion, die Luxus bei der Herausbildung der Demokratie hatte, und das Phänomen, dass mancherlei Luxus in Mode kam, anderes aber verboten wurde. Während einige Luxusgüter untrennbar mit der Idee der Demokratie verbunden waren, standen andere für das Fremdartige und waren damit abzulehnen.

In Sparta gab es demgegenüber den entschlossenen Versuch, sich dem Luxus zu verweigern. Vielleicht war es genau dies, was den einst mächtigsten Staat Griechenlands am Ende zu Fall brachte. Die neue Hegemonialmacht Makedonien unter Philipp II., Vater Alexanders des Großen, setzte neue Standards und machte den unermesslichen Luxus seines Hofstaats zum politischen Propagandamittel.

Redaktion: Gábor Toldy