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Der Hundertjährige Krieg England in Bedrängnis – 1360-1415

Presenterin Janina Ramirez mit dem Schädel von Simon Sudbury (1316-1381), ein hoher englischer Geistlicher, der im Auftrag des Papstes König Edward III. zum Frieden mit Frankreich drängen sollte. | Bild: BBC/BR/Serena Davies

Samstag, 15.02.2020
20:15 bis 21:05 Uhr

ARD-alpha
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 2013
Folge 2 von 3

Der Hundertjährige Krieg (1337-1453), in dem die Könige Englands und Frankreichs um die französische Krone rangen, ist der längste und blutigste Konflikt des gesamten Mittelalters. Er führte am Ende zur Ablösung des Feudalsystems durch eine Ordnung von Nationen und verfrachtete England und Frankreich dadurch in ein neues Zeitalter.

Teil 2 der Dokumentation zeigt, wie England in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts im Konflikt gegen Frankreich die Oberhand verlor, nicht zuletzt infolge der Pestepidemien und Aufstände auf eigenem Boden. Erst als König Henry V. (1387-1422) in fester Entschlossenheit, sein Recht auf den französischen Thron durchzusetzen, den fast schon eingeschlafenen Krieg wieder aufnahm, wendete sich das Blatt im Jahr 1415 in der Schlacht von Azincourt, die zum Mythos wurde.

Die Kulturhistorikerin Dr. Nina Ramirez als Presenterin der dreiteiligen Dokumentation taucht tief in die mittelalterliche Welt ein und nimmt die Zuschauer mit auf eine Zeitreise durch die 116 Jahre des immer wieder aufflammenden Kriegsgeschehens, das für die Bevölkerung einer Heimsuchung gleichkam. Dabei wird auch deutlich, wie der Konflikt im gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Leben der Epoche widerhallte. Der Hundertjährige Krieg bewirkte die Entstehung zweier nationaler Identitäten und somit schließlich die endgültige politische Trennung Englands von Frankreich – mit dem Nachhall einer bis in die heutige Zeit noch unterschwellig spürbaren Rivalität zwischen beiden Ländern.

Redaktion: Gábor Toldy