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Erlebnis Hessen: Die Bienenbotschafter "Hessen entdecken"

Moses Martin Mrohs (links, im Auto) und Antonio Gurliaccio mit ihrem „Bee-Mobil“. | Bild: BR/HR/Juliane Hipp

Mittwoch, 11.09.2019
16:30 bis 17:15 Uhr

ARD-alpha
2019

„Wir müssen lernen, mit den Augen der Bienen zu sehen; denn wenn es den Bienen gut geht, geht es dem Menschen auch gut“, sagen Antonio Gurliaccio und Moses Martin Mrohs aus Karben. Beide arbeiten in der Eventbranche und hatten 2012 den Kinofilm „More than Honey“ gesehen, in dem es um das weltweit verbreitete Bienensterben geht. Das hat ihr Leben verändert. Antonio nahm an Imkerlehrgängen teil, lernte in Polen und in der Schweiz die uralte Form der Waldbienenhaltung kennen, und zusammen gründeten sie die „Bienenbotschaft“, um den bedrohten Insekten zu helfen. Heute bauen sie Naturnistplätze für die Honigbiene, um den Tieren die natürlichen Lebensbedingungen zurückzugeben und so die Gesundheit der Völker zu stärken. Und sie wollen – durch Workshops und Führungen - mehr Bewusstsein schaffen für eine artgerechte Bienenhaltung in der Imkerei. Inzwischen arbeiten sie mit renommierten Wissenschaftlern zusammen, unter anderem mit Bienenforschern der Universität Würzburg. Die These der „Bienenbotschafter“: Das Problem liegt vor allem in der Art und Weise, wie wir mit Bienen umgehen und wie wir sie halten. „Wir müssen endlich umdenken: Nicht die Honiggewinnung, sondern das Wohlergehen der Tiere muss im Fokus stehen.“ Filmautorin Juliane Hipp begleitet die beiden „Bienenbotschafter“ bei ihrer Arbeit auf dem Land und in der Stadt, etwa im Kaichener Wald in der Wetterau, im Botanischen Garten in Frankfurt und auf dem Dach der Frankfurt School of Finance & Management.

Autor: Juliane Hipp
Redaktion: Gábor Toldy