ARD-alpha

Die Geschichte der Homöopathie Ähnliches mit Ähnlichem - das Simile Prinzip

Arrangement von Heil- und Hilfsmitteln der homöopathischen Medizin. | Bild: BR/INTER/AKTION GmbH

Freitag, 12.07.2019
17:45 bis 18:15 Uhr

  • Untertitel

ARD-alpha
2010
Folge 2 von 6

Bei der Übersetzung eines Arzneimittel-Lehrbuches fällt Samuel Hahnemann eine Unstimmigkeit auf. Er unternimmt einen Selbstversuch mit Chinarinde und stellt bei sich genau die Symptome fest, gegen welche Chinarinde eingesetzt wird. Heute wissen wir, dass Hahnemann an einer Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff litt, dennoch ist dieser Versuch für ihn der Ausgangspunkt, seine "Ähnlichkeitsregel" zu entwickeln. Hahnemann postuliert, Ähnliches könne mit Ähnlichem geheilt werden - er sucht nun also Mittel, die Wirkungen haben, die echten Krankheiten möglichst ähnlich sind. Diese Mittel verdünnt er dann auf spezielle Weise so stark, dass kaum noch etwas der Ausgangssubstanz in ihnen vorhanden ist. Er nimmt seine ärztliche Praxis wieder auf und beginnt erneut, Patienten zu behandeln. Seine Ergebnisse beschreibt er im "Organon" der Heilkunst", das 1810 in der ersten Auflage erscheint.

Redaktion: Werner Reuß

Der Arzt Samuel Hahnemann trifft Ende des 18. Jahrhunderts auf eine Medizin, die den Menschen mehr schadet als hilft, und entdeckt die Wirkung von extrem verdünnten Arzneien. Unsere Reihe zeichnet das bewegte Leben Hahnemanns nach und schildern die Entwicklungsgeschichte der Homöopathie.