ARD-alpha

Schatten der Erinnerung Die Flüchtlinge der St. Louis

Der Film folgt der Reise des Luxusliners St. Louis, der am 13. Mai 1939 mit 937 Juden an Bord in Richtung Kuba in See stach, wo man ihm aber die Landeerlaubnis verweigerte. Vielen an Bord sollte Kuba nur als Zwischenstation dienen, um vor dort aus auf die Einreise in die USA abzuwarten. Die Reise, die als glückliche Rettung vor der Vernichtung und Verfolgung durch das Naziregime geplant war, wurde zu einer wahren Odyssee und endete am 17. Juni 1939 in Antwerpen, wo die Flüchtlinge in vier Kontingenten den Aufnahmeländern zugeteilt wurden. Diejenigen, die in Frankreich, Belgien und Holland Aufnahme gefunden hatten, geraten mit Beginn des Krieges in die Hände deutscher Okkupanten, werden deportiert und ermordet. | Bild: BR/WDR

Freitag, 21.06.2019
20:15 bis 21:00 Uhr

ARD-alpha
2010

Am 13. Mai 1939 lichtet der deutsche Luxusliner St. Louis in Hamburg die Anker. Sein Ziel: Havanna. Seine Passagiere: 937 deutsche Juden mit legaler Ausreisegenehmigung und einer kubanischen Landeerlaubnis, glücklich der Verfolgung und Vernichtung entronnen - in letzter Minute. Einer von ihnen hieß Erich Dublon. Er hat die Odyssee der St. Louis akribisch dokumentiert - vom ersten bis zum letzten Tag, in einem Reisetagebuch für die in Erfurt zurückgebliebenen Eltern. Aus der Familie Dublon hat niemand den Holocaust überlebt. Sein Tagebuch wird dem Zuschauer zur "Flaschenpost" aus der Vergangenheit und trägt ihn, über die Zeiten hinweg, in die Gedanken- und Wahrnehmungswelt des Tagebuchschreibers von 1939. Schauspieler und Synchronsprecher Christian Brückner zitiert daraus in dieser ungewöhnlichen Dokumentation.

Besetzung

Rolle: Darsteller:
Christian Brückner

Redaktion: Gábor Toldy

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