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alpha-thema: Zerstörtes Kulturerbe Das geplünderte Erbe Terrorfinanzierung durch deutsche Auktionshäuser

Archäologen und das italienische Kommando TPC (Comando carabinieri per la tutela del patrimonio culturale) während einer Bestandsaufnahme einer geplünderten Grabungsstätte im Irak. | Bild: BR/NDR

Montag, 18.02.2019
20:25 bis 21:10 Uhr

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2014

Durch den Verkauf von geraubten Kulturschätzen in den Westen machen Terroristen ein Vermögen. Grabräuber nutzen die instabile Lage in den Krisenländern des Nahen Osten und plündern das dortige Kulturerbe. „Viele Sammler von Antiken unterstützen unfreiwillig Terrorgruppen wie den IS“, sagt Michel van Rijn, einer der erfolgreichsten Schmuggler antiker Kunst- und Kultur der vergangenen Jahrzehnte.

Deutschland ist für die Schmuggler einer der Hauptumschlagplätze. Das Geschäft mit antikem Kulturgut ist lukrativ, rund sieben Milliarden US-Dollar werden jährlich mit dem illegalen Handel weltweit umgesetzt, schätzt das FBI. Allein bei einer Antiken-Auktion in München beliefen sich die Tageseinnahmen zuletzt auf über zwei Millionen Euro. Der Verfolgungsdruck ist dagegen gering.

Die Autoren des Films „Das geplünderte Erbe“ begeben sich auf die Spuren des illegalen Handels mit Antiken. Sie zeigen die riesigen, leer geraubten Kraterlandschaften, die begehrten Schätze und ihren Weg mit Hilfe „saubere“ Papiere nach Deutschland. Insider berichten, wer die Profiteure sind und wie gut betuchte Antiken-Liebhaber mit ihrer Sammlerleidenschaft den Terrorismus finanzieren.

Redaktion: Gábor Toldy