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Newton High-tech Archäologie lüftet Geheimnis der Kreisgraben

Das Heidentor bei Carnuntum | Bild: picture-alliance/dpa

Montag, 17.12.2018
16:30 bis 16:55 Uhr

ARD-alpha
2018

Moderation: Matthias Euba

Fast siebentausend Jahre ist es her, als unsere Vorfahren in ganz Mitteleuropa große Kreise aus Holzpfosten errichteten, die von tiefen Gräben umgeben waren. Mehr als 130 dieser Kreisgrabenanlagen wurden bisher durch Luftbildarchäologie entdeckt, allein rund vierzig in Niederösterreich. 

Österreichische Archäologen entschlüsseln jetzt das Geheimnis dieser ersten Monumentalbauten mit modernster Technik. 

Ihr Zweck ist ungeklärt: Waren es Marktplätze? Dienten sie der Sternenbeobachtung? Wurden in den Kreisgrabenanlagen Wettkämpfe ausgetragen? Oder geheime Initiations-Riten? 

Neben Keramik, Tonfiguren und Tierknochen fanden die Archäologen auch menschliche Skelettteile. Gab es Menschenopfer? Oder vielleicht sogar Kannibalismus? 

Mit Radar- und Magnet-Sensoren durchleuchten die Archäologen den Boden und rekonstruieren virtuell die rätselhaften Kreise.
Mit High-Tech-Methoden wie Mikro-CT untersuchen Anthropologen die menschlichen Überreste aus den Kreisgräben. Ihre Methoden werden auch international eingesetzt.

Auch zur römischen Vergangenheit Österreichs haben die Prospektionen und virtuellen Rekonstruktionen der Österreichischen Experten völlig neue Aufschlüsse gebracht: Großflächige Prospektionen konnten beweisen, dass die Römer-Städte Carnuntum und Virunum viel größer und bedeutender waren, als bisher angenommen.

Scannen statt Graben - Daten statt Spaten: High-Tech revolutioniert die Archäologie! 

Redaktion: Gábor Toldy