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Vor 50 Jahren: "Prager Frühling" beendet Prager Frühling Der letzte Coup des Sowjet-Imperiums

Mit Steinwürfen wurden die sowjetischen Panzer am 21.08.1968 in Prag empfangen. Mit dem Einmarsch sowjetischer Truppen in die Tschechoslowakei endete der Prager Frühling | Bild: picture-alliance/dpa

Freitag, 13.07.2018
20:15 bis 21:55 Uhr

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2008

Im Frühling 1968, als die Sowjetunion Osteuropa fest im Griff hatte, wagten die Tschechen und Slowaken gegen diese Vorherrschaft aufzubegehren. Doch das sowjetische Regime fühlte seine Macht in Frage gestellt und reagierte mit dem Einsatz von Panzern. In diesen dramatischen Monaten standen sich zwei Männer gegenüber, deren faszinierendes Verhältnis zwischen Freundschaft und Knechtschaft angesiedelt war: Leonid Breschnew, der mächtigste Mann des sowjetischen Imperiums, und Alexander Dubcek, der zutiefst menschliche Parteichef der Tschechoslowakei (CSSR). Breschnew war Dubcek privat zugetan, wollte ihn schützen und ihm "den rechten Weg" weisen. Dubcek wollte Breschnew nicht enttäuschen, seine Vertrauenswürdigkeit beweisen - und dennoch an seinen Reformideen festhalten. Im Laufe der Monate wurden die verbalen Streicheleinheiten und die gegenseitigen Verständniskundgebungen immer seltener - am Ende standen Drohung, Verweigerung, Abwehr und Gewalt. Spielszenen, Archivbilder und Zeitzeugenberichte rekonstruieren die dramatischen Ereignisse.

Redaktion: Gábor Toldy