ARD-alpha

Schilf

Samstag, 19.05.2018
20:15 bis 21:40 Uhr

  • Surround
  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

ARD-alpha
Deutschland 2012

Sebastian ist Physikprofessor an der Universität Jena und beschäftigt sich seit Jahren mit Paralleluniversen. Akribisch versucht er, deren Existenz wissenschaftlich zu beweisen. Sein Studienfreund Oskar, Professor für theoretische Physik am CERN in Genf, belächelt Sebastians festen Glauben an Paralleluniversen und die Viele-Welten-Theorie. Um sich der Beweisführung in Ruhe widmen zu können, bringt Sebastian seinen Sohn Nick ins Ferienlager, während seine Frau Maike in den Urlaub in die Berge fährt. An einer Raststätte verschwindet Nick spurlos aus dem Auto und für Sebastian beginnt ein Albtraum. Zunehmend entgleitet ihm die Kontrolle. Was passiert wirklich? Wird ihm seine eigene Theorie zum Verhängnis? Und welche Rolle spielt Schilf, der unvermittelt in Sebastians Leben tritt?

Seit dem Studium haben die beiden Physiker Sebastian und Oskar unterschiedliche Lebenswege eingeschlagen: Oskar arbeitet am weltweit größten Teilchenbeschleuniger CERN und führt ein Junggesellenleben. Sebastian lebt mit seiner Frau Maike und seinem Sohn Nick in Jena und veröffentlicht populärwissenschaftliche Artikel zur Viele-Welten-Theorie. Oskar erhofft sich ein Wiederaufleben der innigen Freundschaft, die er während des Studiums mit Sebastian gepflegt hat. Er meldet beide zu einer Wissenschaftssendung an, doch die beiden Physiker haben längst nicht mehr die gleichen Ansichten: Die Sendung wird zum Debakel. Sebastians Leben gerät aus der Bahn, als sein Sohn Nick entführt wird und er eine dubiose Aufforderung erhält: Um ihn wiederzubekommen, soll er einen Mann ermorden. Der Gedanke, jemanden umbringen zu müssen, treibt Sebastian fast in den Wahnsinn. Aber die Angst um seinen Sohn besiegt die Skrupel. Drei Tage später: Nick war offenbar gar nicht entführt worden, allerdings hat Sebastian wahrscheinlich einen Mann ermordet. Am Tatort trifft er einen dubiosen Fremden namens Schilf. Die Polizei schöpft auch Verdacht. Maike verliert ihr Vertrauen zu Sebastian und will ihn verlassen. Sebastian selbst weiß nicht mehr, in welcher Zeit er sich befindet, die Universen verschwimmen. Befindet er sich in einer Parallelwelt?

„Schilf“ ist ein raffiniert gewobener Thriller, in dem nichts so ist, wie es scheint. Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Juli Zeh erzählt Regisseurin Claudia Lehmann eine spannende Mystery-Geschichte mit mehr als nur einer Wendung. Claudia Lehmanns Abschlussfilm „Memoryeffekt“ lief 2007 auf der Berlinale und gewann den Shocking Shorts Award, der sie für drei Wochen in die Universal Studios nach Los Angeles brachte. Ihre Dokumentation „Hans im Glück“ feierte 2009 ebenfalls Premiere in der Berlinale-Reihe Perspektive Deutsches Kino.

Besetzung

Rolle: Darsteller:
Sebastian Wittich Mark Waschke
Oskar Hoyer Stipe Erceg
Maike Wittich Bernadette Heerwagen
Nick Wittich Nicolas Treichel
Rita Skura Sandra Borgmann
Schnurpfeil Bernhard Conrad
Dr. Ralph Dabbeling Paul T. Grasshoff

Autor: Claudia Lehmann, Leonie Terfort
Regie: Claudia Lehmann
Redaktion: Bettina Ricklefs

Spielfilme im BR