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BR-KLASSIK: 70 Jahre BR-Chor Jubiläumskonzert aus dem Herkulessaal der Residenz in München

Sonntag, 17.06.2018
20:15 bis 21:45 Uhr

  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

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Deutschland 2016

Leonard Bernstein bezeichnete ihn als seinen „Lieblingschor“ und den besten Chor der Welt. Und auch weitere legendäre Maestri wie Lorin Maazel, Riccardo Muti, Bernard Haitink oder Christian Thielemann schwärmten und schwärmen vom Chor des Bayerischen Rundfunks. 2016 feiert der Klangkörper sein 70-jähriges Bestehen. Seitdem ist der BR-Chor sowohl aus dem Radioprogramm wie auch der bayerischen Klassikszene nicht mehr wegzudenken. Und auch über die Landesgrenzen hinaus genießt er seit Langem einen hervorragenden Ruf.

Vor zwei Päpsten hat der BR-Chor schon gesungen, bei der legendären Aufführung von Beethovens 9. Symphonie in Berlin anlässlich des Falls der Berliner Mauer mitgewirkt und Reisen rund um den Globus unternommen. Beim Lucerne Festival und den Salzburger Osterfestspielen ist das Ensemble regelmäßig gern gesehener Gast. Wenig verwunderlich also, dass der BR-Chor auch zur Eröffnung der spektakulären Elbphilharmonie Anfang 2017 nach Hamburg eingeladen wurde.
Das Jubiläum feiert der Chor aber „zuhause“ in München. Das Programm bestimmt hierbei die Oper.

Obwohl der Klangkörper keinerlei Repertoiregrenzen kennt, von frühester Vokalmusik bis zu Uraufführungen, hat er in dieser Kunstform nur selten Gelegenheit zu brillieren. Peter Dijkstra, seit 2005 Chorleiter, studierte neben populären Chören u. a. aus Wagners „Tannhäuser“, „Fliegendem Holländer“, Webers „Freischütz“ oder Verdis „Aida“ auch unbekanntere Werke ein, beispielsweise aus Rachmaninows „Francesca da Rimini“ oder Schuberts „Alfonso und Estrella“. Der Chor des Bayerischen Rundfunks kann hierbei einmal mehr seine stilistische Vielseitigkeit vor Ohren führen. Zum Beispiel forderte es das Programm, in sechs verschiedenen Sprachen zu singen.

Die Leitung des Konzerts im Münchner Herkulessaal hatte der Chefdirigent Mariss Jansons. Er beklagt oft aus Termingründen nicht mehr Opern dirigieren zu können. An diesen Abenden konnte er seiner Leidenschaft nachgehen. Unterstützt wurde er dabei vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das durch sein Mitwirken den Kollegen vom Chor auf musikalische Weise gratulierte.

Regie: Michael Beyer
Redaktion: Oswald Beaujean
Dirigent: Mariss Jansons

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