ARD-alpha

Einfach genial Das Erfindermagazin

Moderatorin Janett Eger. | Bild: BR/MDR/Martin Jehnichen

Donnerstag, 17.05.2018
16:30 bis 16:55 Uhr

ARD-alpha
2018

Moderation: Janett Eger

Duftentwickler
Seit 20 Jahren entwickelt Jens Reißmann aus Meerane Düfte im Auftrag von Unternehmen, Arztpraxen, Supermärkten und Museen. Darunter Gerüche, wie Erdbeeren, Brathähnchen, Leder uns sogar Neuwagen – über 300 verschiedene Düfte hat er schon kreiert. Aus verschiedenen Essenzen, mixt er sie zusammen. Für eine Ausstellung zum Thema Alltag in der DDR des August Horch Museums in Zwickau ist seine neue Kreation: Ein Westpaketduft. 8 verschiedene Essenzen hat er dafür zusammengestellt, unter anderem Kaffee, Kaugummi und Weichspüler. Mit einem speziell angefertigten Zerstäuber verteilt sich dieser Duft nun in der Ausstellung.
Multispaten
Wenn man seinen Garten mit herkömmlichem Werkzeug von Unkraut befreit, bleiben oft häßliche Löcher zurück. Unteranderem um das zu verhindern, hat Walter Kirzl einen Spaten entwickelt, mit dem man das Unkraut sehr präzise aus dem Boden holen und gleichzeitig die ganze Wurzel entfernen kann. Das Ganze funktioniert auch noch im größtenteils Stehen, wodurch der Rücken geschont wird. Der Clou aber ist: Walter Kirzls Erfindung eignet sich noch für viele andere Arbeiten. Außer Unkraut jäten kann man damit das Erdreich lockern und den Boden lüften, Gießlöcher stechen, Mulden für Pflanzendünger schaffen, Blumenzwiebeln in die Erde bringen oder große Gartenpflanzen ausgraben und deren Wurzeln abstechen. Dank dieser ganzen Anwendungsmöglichkeiten, trägt das Werkzeug auch den Namen „Multispaten“. Zusätzlich lässt sich der Multispaten mit einer extra angefertigten Holzplatte, in einen Abstelltisch verwandeln.
Dachgepäckträger
Ob zum Surfen an den See oder zum Arbeitseinsatz in den Garten - große, sperrige Gegenstände transportiert man mit einem Dachgepäckträger. Doch mit den herkömmlichen Modellen hatte Tobias Deckert aus dem Bayrischen Siegsdorf Probleme. Er hat deshalb einen Dachgepäckträger entwickelt, der sich ohne Werkzeug montieren lässt. Er soll auf nahezu alle Autos passen. Die Erfindung besteht aus zwei Polyesterhüllen, die mit hochwertigem, luftdichten, Kunststoff gefüllt sind. Mit Hilfe einer eingebauten und extra entwickelten Pumpe, wird daraus ein Luftkissen. Nach dem Aufpumpen legt man die Kissen – die weniger als 1 Kg wiegen - aufs Autodach. Das Gepäck kommt oben drauf und muss mit den Spanngurten sicher befestigt werden. Die Gurte sind beschichtet, dadurch saugen sie sich bei Regen nicht voll. Außerdem schont das den Autolack. Schon wegen des höheren Spritverbrauchs sollte man damit nicht schneller als 120 km/h fahren. Nach Angaben des Erfinders benötigt der Aufbau keine TÜV-Zertifizierung, weil er nicht fest mit dem Auto verschraubt ist. Allerdings ist laut Straßenverkehrsordnung, wie bei anderen Dachträgern auch, der Fahrer für die Sicherung der Ladung selbst verantwortlich.
Computerspiele für Demenzkranke
Der Hamburger Manouchehr Shamsrizi wurde durch einen Krankheitsfall in seinem Freundeskreis mit dem Thema Demenz konfrontiert und fand keine zufriedenstellenden Therapieansätze. Deswegen entwickelte er mit Studienkollegen eine Box mit speziellen Spielen. Die sind für extra für Senioren optimiert und sollen zur Bewegung anregen, das Gleichgewicht trainieren und das Gedächtnis in Schwunghalten. Die Bedienung der Spielebox hat der Entwickler bewusst sehr einfach gestaltet: Es gibt nur einen Knopf zum Ein- und Ausschalten, der Rest des Spiels wird nur durch Bewegungen des eigenen Körpers gesteuert. Diese werden durch einen Sensor am oberen Rand des Bildschirms erfasst und in das Spielgeschehen auf dem Monitor übertragen. Die Verbindung von körperlicher Bewegung und Denkaufgaben regt bestimmte Hirnregionen an, wodurch die Entwickler Demenzerkrankungen vorbeugen wollen. Dazu soll es demnächst Studien geben.

Duftentwickler

Multispaten

Dachgepäckträger

Computerspiele für Demenzkranke

Redaktion: Gábor Toldy