ARD-alpha

Denkzeit Der Mensch als Computer, der Computer als Mensch

Samstag, 20.01.2018
22:30 bis 23:50 Uhr

  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

ARD-alpha
2017

Aufzeichnung vom 18.12.2017
Veranstalter: Hochschule für Philosophie, München.
Die Künstliche-Intelligenz-Forschung macht in den letzten Jahren enorme Fortschritte. In der maschinellen Fähigkeit zu lernen oder in der Mustererkennung sind Maschinen den cognitiven Fähigkeiten des Menschen bereits weit überlegen. Es stellt sich nicht nur Philosophen die Frage, wo bleibt da der Mensch, was ist sein Alleinstellungsmerkmal? KI bietet einerseits ein enormes Potential zum Beispiel in der Entwicklung von Medikamenten oder beim autonomen Fahren. Die KI wird die Gesellschaft aber nachhaltig verändern, und bald wird sie nicht mehr aus der Lebenswelt des Menschen wegzudenken sein. Computertechnik hat ihre Grenzen vor allem, wenn es um Urteilskraft, Empathie, Inspiration, Innovation oder Intuition geht. Momentan aber liegt sie im Trend, ist geradezu ein Hype. Die Menschen werden sich daran gewöhnen, und nach einem Sättigungspunkt wird das Neue „normal“. Aber eins darf nicht vergessen werden: oft steht das Militär im Hintergrund. Als Nachteil könnte das Computerwesen zu einem Überwachungsstaat führen oder zu selbstlernenden Kampfrobotern ohne Gewissen…
Darüber reflektieren und diskutieren:
1. Prof. Dr. Hans-Dieter Mutschler, Inhaber des Lehrstuhls für Naturphilosophie,
Hochschule Ignatianum, Krakau;
2. Prof. Dr. Stefan Bauberger SI, Theologe und Professor für Naturphilosophie,
Hochschule für Philosophie, München;
Vorredner ist: Dr. Tobias Müller, Hochschule für Philosophie, München.

Redaktion: Angela Schmid

"Denkzeit" ist die Reihe, die zum Mit-, Nach - und Weiterdenken anregt. Einmal wöchentlich werden Vorträge, Symposien, Podiumsdiskussionen oder Lesungen dokumentiert. Die "Denkzeit" bietet unseren Zuschauern die Möglichkeit, immer mittendrin und dabei zu sein, wenn Themen aus Politik, Gesellschaft, Kunst und Kultur referiert und diskutiert werden.