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Kunstraum The beautiful formula collective

Daniel Geiger, Oleksiy Koval, Veronika Wenger und Kuros Nekouian haben gemeinsam einen Weg entwickelt, wie sich die Idee kollektiven Malens in die Tat umsetzen lässt. Grundlage ihres Vorgehens ist eine Art Partitur mit verschiedenen Freiheitsgraden, die zwar einerseits strenge Regeln enthält, andererseits dennoch Freiraum zur Improvisation schafft. | Bild: Honorarfrei lediglich für Ankündigungen und Veröffentlichungen im Zusammenhang mit obiger BR-Sendung bei Nennung: "Bild: BR". Nutzung im Social Media-Bereich sowie inhaltlich andere Verwendungen nur nach vorheriger schriftlicher Vereinbarung mit dem BR-Bildmanagement, Tel. 089 / 5900 10580, Fax 089 / 5900 10585, Mail Bildmanagement@br.de

Mittwoch, 01.03.2017
21:45 bis 22:00 Uhr

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Immer wieder fragen sich Maler oder Zeichner, warum ein Bild immer das Werk eines Einzelnen oder einer Einzelnen sein muss. The Beautiful Formula Collective, eine internationale Künstlergruppe mit KünstlerInnen aus Deutschland, der Ukraine und dem Iran, brechen mit ihrer Arbeit in vielerlei Hinsicht Grenzen auf. Zum einen durch ihr internationales Auftreten rund um den Globus, zum anderen dadurch, dass sie Wege suchen, individuelles Malen und Zeichnen zu kollektivieren.
"Am Anfang stand die Idee, einen Malprozess so zu organisieren, so dass er von mehreren KünstlerInnen ausgeführt werden kann, aber so, dass jeder Beteiligte seine individuellen künstlerischen Ambitionen verfolgen kann. Mehr noch: es soll durch das kollektive Malen und zeichnen mehr entstehen als durch die Summe einzelner Bilder", meint der Graffiti-Künstler Daniel Geiger.
Er und Oleksiy Koval, Veronika Wenger und Kuros Nekouian haben gemeinsam einen Weg entwickelt, wie sich die Idee kollektiven Malens in die Tat umsetzen lässt. Grundlage ihres Vorgehens ist eine Art Partitur mit verschiedenen Freiheitsgraden, die zwar einerseits strenge Regeln enthält, andererseits dennoch Freiraum zur Improvisation schafft. Elemente aus der Graffiti-Szene, aus der Zeichnung und der Videokunst sowie aus der Musik treffen auf großen Flächen aufeinander. Dabei ist bemerkenswert, welch ausdrucksstarke Arbeiten bei einem derartigen Vorgehen entstehen können.
"Man sieht im Kollektiv viele Dinge, die man als einzelner nicht sehen kann", meint Oleksiy Koval, und Kuros Nekouian ergänzt: "Das Arbeiten vor Publikum ist eine ganz besondere Herausforderung für einen Maler, es entwickeln sich dabei ganz andere Qualitätsmaßstäbe."
Im Film gezeigt wird eine temporäre Arbeit, die in der Galerie der Künstler anlässlich der Ausstellung "München zeichnet" im Sommer 2013 mit Kreide auf eine große Schiefertafel gezeichnet wurde, sowie einige Arbeiten, die in einer mehrstündigen Performance in der St.Pauls-Kirche München anlässlich der Langen Nacht der Musik entstanden sind.

Redaktion: Eva Maria Steimle

Von der Idee zum Kunstwerk ist es nicht immer ein leichter Weg - Kunstraum macht diesen Weg transparenter. Die Sendereihe vermittelt die Visionen, Emotionen und Gedanken von Künstlern.