ARD-alpha

Risiko-Regionen Das Leben unterhalb des Meeresspiegels

Zeeland in der Niederlande | Bild: BR

Dienstag, 06.10.2015
14:00 bis 14:15 Uhr

ARD-alpha
2009

Niederlande:

Die Schülerin Emmelie lebt in Zeeland, einer niederländischen Provinz, die vom Meer umgeben ist. In einem jahrhundertelangen Kampf haben die Menschen durch den Bau von Deichen und Wehren das Land der Nordsee abgerungen. Viele Orte, auch Emmelies Dorf, liegen unter dem Meeresspiegel . Ohne Hochwasserschutz würden sie überspült.

Zeeland ist heute dicht besiedelt und dank der fruchtbaren Lehmböden können Landwirte erfolgreich Ackerbau betreiben. Saftige Wiesen bieten Kühen gute Nahrung.

Als Emmelie ihre Großmutter besucht, berichtet diese von der verheerenden Flutkatastrophe im Februar 1953. Damals erlebte Zeeland die schwerste Naturkatastrophe in Hollands jüngerer Geschichte - und verschwand im Meer. Eine Sturmflut zerstörte die Deiche, mehr als 1.800 Menschen starben .

Nach der Flut waren sich die Niederländer einig: So etwas durfte nie wieder geschehen. Nun wurde das so genannte Delta-Projekt in Angriff genommen. Nach und nach wurden Dämme, Deiche, Schleusen und Speerwerke errichtet, 1997 waren die Arbeiten an dem gewaltigsten Wasserbauwerk der Welt abgeschlossen. In der Sendung zeigt Emmelie die riesigen Sperranlagen , die Schutz vor der Nordsee bieten und erklärt, wie das Oosterschelde-Sturmflutwehr funktioniert.

Redaktion: Corinna Benning