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alpha-expedition | Tier-Doku Wildnis in der Todeszone Die Wölfe von Tschernobyl

Fette Beute - Die Wölfe haben den Kadaver eines Bisonkalbs entdeckt. | Bild: BR/Epo Film/NDR/NDR Naturfilm/ORF

Mittwoch, 10.03.2021
15:35 bis 16:20 Uhr

ARD-alpha
2011

Die Gefahr, die von radioaktiven Strahlen ausgeht, kann man nicht sehen, nicht riechen und nicht schmecken. Die Ereignisse in Fukushima im März 2011 riefen in vielen Menschen automatisch die bedrohliche Erinnerungen aus vergessenen Tagen hervor. Japan ist fern, denken die meisten. Doch am 26. April 1986, geschah das Unfassbare in Europa, also direkt nebenan: der Super-GAU in Tschernobyl. Für Menschen ist das verseuchte Niemandsland um Tschernobyl bis heute unbewohnbar.

Dort gibt es neue Herrscher: Wölfe regieren nun die Sperrzone zwischen der Ukraine und Weißrussland. Diese Dokumentation zeigt die Auswirkungen der Katastrophe: Jahrzehnte nach dem Unglück wurde das gesperrte Gebiet unbeabsichtigt zu einem riesigen ökologischen Versuchslabor.

Die Wolfsexperten Christoph und Barbara Promberger untersuchen mit dem weißrussischen Raubtierforscher Vadim Sidorovich u. a. die Fragen: Wie viele Wölfe gibt es in dem Gebiet? Wie kommen die Tiere mit der Radioaktivität zurecht? Wiegt die Abwesenheit des Menschen schwerer als die immer noch vorhandene radioaktive Verseuchung? Welche Auswirkungen sind bei anderen Tierarten nachweisbar? Ist Tschernobyl ein Fenster in eine Vergangenheit, bevor es den Menschen gab? Oder in eine Zukunft nach dem Kollaps unserer Zivilisation? Ein Filmteam drehte für diese Dokumentation in der verbotenen Zone und verbrachte dort mehr Zeit, als je ein anderes zuvor.

Redaktion: Gábor Toldy