ARD-alpha

Planet Wissen Vulkane in Europa - faszinierend und unberechenbar

Die Erde ist ein Feuerball, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht danach aussieht. Unter uns lodert, glüht und brennt es gewaltig. Faszinierende und gefürchtete Beispiele sind der Vesuv und der Ätna in Italien. Der Ätna ist ständig tätig und überschüttet regelmäßig die Stadt Catania mit Asche. Der Vesuv hingegen, dem die Millionenstadt Neapel zu Füßen liegt, ist der bestüberwachte Vulkan Europas. Italienische Behörden haben schon vor Jahren auf die Gefahr reagiert und einen Notfallplan erarbeitet. Doch eine weitere Bedrohung sehr viel größeren Ausmaßes lauert in direkter Reichweite: eine riesige Glutblase unter den Phlegräischen Feldern nahe der Stadt. Jetzt wagen Forscher ein riskantes Experiment: Sie bohren direkt in das Herz der Feuerkammer. Doch dieses Projekt ist in der Fachwelt durchaus umstritten, es gibt Befürchtungen, der Vulkan könne durch die kleinen Nadelstiche aufwachen und Magma könnte ihren Weg nach oben finden. Eine Dokumentation von Ulla Haider. Im Bild: Etna. | Bild: 3Sat/BR/ORF/Orazio Cristaldi

Montag, 27.07.2020
13:30 bis 14:30 Uhr

  • Untertitel

ARD-alpha
2018

Moderation: Andrea Grießmann

„Vulkane sind wie Menschen – jeder hat einen anderen Charakter“ sagt der Vulkanologe Dr. Ulrich Küppers. Mit seinen Kollegen an der Ludwig-Maximilians-Universität München arbeitet der leidenschaftliche Vulkan-Fan daran, die Feuerberge berechenbarer zu machen. Dafür simulieren die Wissenschaftler Ausbrüche in ihrem weltweit einzigartigen Labor. Außerdem erforscht das Team die Phlegräischen Felder in Italien – sie zählen zu den gefährlichsten Vulkanen der Welt. Wie wahrscheinlich ist ein großer Ausbruch in Europa?

Redaktion: Jeanne Rubner