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Faszination Wolkenkratzer EZB in Frankfurt

Pinnacle@Duxton, Skybridge im 50. Stock mit Skyline Singapurs. | Bild: BR/Radio Bremen/Sabine Pollmeier

Samstag, 04.07.2020
20:15 bis 20:40 Uhr

ARD-alpha
2016

Seit der Einführung des Euro hat Europa ein gemeinsame Bank: Die Europäische Zentralbank (EZB) ist zuständig für die Stabilität der neuen Währung. Die Entscheidungen über ihr Schicksal werden seit 2015 in einem neuen Wolkenkratzer gefällt, der am Rande der Frankfurter Innenstadt 185 Meter in die Höhe ragt.

Der Wiener Architekt Wolf D. Prix baute mit seinem Büro Coop Himmelb(l)au nicht nur einen, sondern gleich zwei Türme, die durch Strebepfeiler und Brücken zusammengehalten werden. Von der Ordnung und Stabilität eines klassischen Bankgebäudes könnte die neue EZB nicht weiter entfernt sein. Schräge Flächen und Diagonalen dominieren, asymmetrische Innenräume weiten den Blick. Die Architektur der EZB ist in Bewegung.

Wie in einer vertikalen Stadt arbeiten hier mehr als 2.500 Mitarbeiter. Sie begegnen und treffen sich auf den großen Stadtplätzen, die Prix zwischen den beiden Türmen entwarf. Urbane Orte der Begegnung in über 100 Meter Höhe, mit einem Panoramablick über die Frankfurter Skyline. Von keiner Seite aus sieht das Hochhaus gleich aus, seine gebogenen Türme widersetzen sich dem rechten Winkel. Europa hat - für eine seiner wichtigsten Institutionen - ein neues Symbol bekommen: einen Wolkenkratzer der dynamischen Bewegungen und fließenden Formen.

Redaktion: Gábor Toldy