ARD-alpha

Quarks Gift auf dem Acker - geht es auch ohne?

Pflanzenschutzmittel wird mit dem Traktor auf ein Feld versprüht | Bild: picture-alliance/dpa

Freitag, 03.07.2020
15:15 bis 16:00 Uhr

  • Untertitel

ARD-alpha
2019

Moderation: Ralph Caspers

In der konventionellen Landwirtschaft läuft ohne Pestizide fast nichts. Jedes Jahr bringen die Landwirte in Deutschland auf einem Hektar Fläche durchschnittlich etwa neun Kilogramm Pestizide aus. Dafür steht ihnen eine breite Palette von 270 Pestizid-Wirkstoffen zur Verfügung.

Die Pflanzenschutzmittel sind vergleichsweise preiswert und sie wirken zuverlässig gegen Unkräuter, Pilze oder Insekten. Die Sorge vor großen Ernteausfällen und Hungerkatastrophen hat die Entwicklung dieser Stoffe einst angetrieben, aber mittlerweile haben Ackergifte wie Glyphosat & Co einen schlechten Ruf.

Zu Recht? Was bedeutet der Einsatz von Pestiziden für die Umwelt und die Artenvielfalt? Welche Strategien gibt es, den Pestizideinsatz zu verringern? Und wie viel Pestizid landet schließlich auf unseren Tellern?

Quarks hat zwei Landwirte in NRW über ein ganzes Jahr lang begleitet: Den konventionell wirtschaftenden Landwirt Bernd Schmitz-Lothmann und den Biobauern Willi Bolten. Zwei Männer, in deren Leben die Kartoffel eine zentrale Rolle spielt. Die Kartoffel ist besonders anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall und das Risiko eines Ernteausfalls ist sehr hoch.

Während dem Biobauern keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stehen, versucht der konventionell wirtschaftende seine Ernte auch mit Pestiziden zu optimieren. Die beiden Landwirte nehmen die Zuschauer mit aufs Feld und zeigen, was sie im Laufe des Jahres für eine erfolgreiche Ernte tun müssen.

Redaktion: Gábor Toldy