ARD-alpha

Newton Galapagos – Spurensuche im Paradies

Meerechsen bei Puerto Ayora auf den Galapagos-Inseln | Bild: picture-alliance/dpa

Sonntag, 31.05.2020
16:30 bis 16:50 Uhr

  • Untertitel

ARD-alpha
2020

Moderation: Matthias Euba

Die Galapagos-Inseln, eine Inselgruppe im Pazifik westlich von Ecuador, zählen zum UNESCO-Weltnaturerbe. 97% der Fläche stehen unter strengem Naturschutz, nur fünf der 13 größeren Inseln sind besiedelt. Einst waren die Inseln bekannt für die einzigartige Flora und Fauna - viele Tier- und Pflanzenarten waren nur hier zu finden, so zum Beispiel die berühmte Galapagos-Riesenschildkröte.

Doch das Paradies lockte in den vergangenen Jahrzehnten viele Touristen an, mittlerweile sind es 280.000 im Jahr. Fremde Arten wurden so eingeschleppt und gefährden das empfindliche Ökosystem. Der Einsatz von Spritzmitteln in der Landwirtschaft bringt das ökologische Gleichgewicht zusätzlich durcheinander. Eine internationale Forschergruppe hat sich vor einem Jahr auf Spurensuche begeben.

Mit dabei ist auch ein Team des Instituts für Bodenforschung der BOKU Wien. Ausgangspunkt der Expedition ist die Darwin-Forschungsstation. Mit Unterstützung der ecuadorianischen Regierung gelangten die Wissenschaftler in oft schwer zugängliche Gebiete auf verschiedenen Galapagos-Inseln um eine Vielzahl von Bodenproben zu entnehmen. Ziel des Projekts ist nicht nur herauszufinden, welche tierischen und pflanzlichen Eindringlinge die Naturlandschaft bevölkern und bewuchern, sondern auch einen tiefen Einblick in die Gesteinswelt zu bekommen: Denn die Inselgruppe im Ostpazifik zählt zu den vulkanisch aktivsten Regionen der Erde.

Redaktion: Gábor Toldy