ARD-alpha

Plantagenets - Kampf der Könige

Glasfenster der Kathedrale von Poitiers aus dem 12. Jahrhundert, das Henry II., seine Gemahlin Eleonore von Aquitanien und ihre vier Söhne zeigt. | Bild: BBC/BR/Jamie Simpson

Samstag, 01.02.2020
20:15 bis 21:05 Uhr

ARD-alpha
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 2013
Folge 1 von 3

In der ersten Folge der Dokumentation ergründet der englische Historiker Robert Bartlett als Presenter wie die Plantagenets ihre Macht über ihre französische Heimat hinaus auf die britischen Inseln ausdehnten und die dortige Politik und Kultur nachhaltig veränderten. Der erste König dieser Dynastie, der hitzköpfige Henry II., kam durch Heirat auf den Thron und musste seine Herrschergewalt zunächst vor allem gegenüber der Kirche verteidigen, unter anderem durch die Einführung des so genannten "Common Law" als Rechtssystem. Die größte Gefahr aber drohte ihm von seiner eigenen Frau und seinen Söhnen, die sich gegen ihn wandten. Richard "Löwenherz" erbte die Krone und erwarb sich Ruhm als Kreuzfahrer. Unter der Herrschaft von dessen Bruder John wurde mit der berühmten "Magna Charta" der Grundstein für die Freiheitsrechte in späteren westlichen Gesellschaften gelegt.

Kriegswütige Ritter, intrigante Königinnen, heimtückische Verwandte – die Geschichte der Plantagenet-Dynastie ist die einer der mächtigsten, aber auch streitsüchtigsten Familien des europäischen Mittelalters. Die dreiteilige Dokumentation beleuchtet ihre wechselhafte Geschichte und ihr Vermächtnis. Über mehr als 300 Jahre herrschten die Plantagenets als englische Könige, französische Herzöge und Grafen von Anjou, getrieben von der Gier nach Ruhm und Reichtum, den ein Thron mit sich brachte. Sie legten einerseits die Fundamente für das britische Rechtssystem und den Parlamentarismus, entrissen sich aber immer wieder gegenseitg die Krone und massakrierten sich in den berühmten Rosenkriegen, die ihre Dynastie letztendlich auslöschten.

Redaktion: Gábor Toldy