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alpha-expedition Der Bismarck-Archipel - Tropisches Paradies mit deutscher Vergangenheit Länder-Menschen-Abenteuer

000 Inseln, Palau, Mikronesien, Bismarck-Archipel | Bild: picture-alliance/dpa

Dienstag, 10.12.2019
20:15 bis 21:00 Uhr

ARD-alpha
2018

Vor der Ostküste Papua-Neuguineas liegt eine kaum bekannte Inselwelt. Sie besticht durch eine faszinierende Landschaft aus Urwäldern, Vulkanen und Stränden. Über 200 Inseln gibt es im Bismarck– Archipel, die meisten davon unbewohnt.

Die Menschen leben hier hauptsächlich vom Fischfang, ihren Kokosplantagen und vom Bootsbau. Für viele zählt der Einbaum noch heute zu den wichtigsten Verkehrsmitteln. Ihr Alltag wird begleitet von Mythen rund um Götter, Geister und Dämonen. Welche die Inselbewohner mit geheimnisvollen Ritualen versuchen gnädig zu stimmen.

Der Film porträtiert einige von ihnen und ihren exotischen Alltag im Südseeparadies. 1884 wurde der Archipel zum deutschen Schutzgebiet erklärt. In der Kolonie entstand die einzige deutsche Kreolsprache, das geheimnisvolle „Unserdeutsch“. Péter Maitz, Linguistik -Professor aus Augsburg, besucht die alte Mission von Vunapope. Im Kolonialarchiv sucht er nach Spuren der verschollenen Sprache und den letzten Überlebenden, die diese Sprache noch sprechen.

1914 wurde das kurze koloniale Gastspiel durch die Niederlage im Ersten Weltkrieg beendet. Es wurde wieder ruhig auf dem Bismarck-Archipel. Spuren der ehemaligen Kolonialherren finden sich im gesamten Archipel. Zum Beispiel der Boluminski Highway, die ehemalige Kaiser-Wilhelm-Chaussee. Damals war sie eine der größten und längsten Straßen der Südsee. Kokospalmplantagen begründeten den Reichtum der Kolonie. Alle Pflanzen wurden exakt in Reih und Glied gepflanzt.

Autor: Matthias Kopfmüller
Redaktion: Gábor Toldy