ARD-alpha

Die Geschichte der Homöopathie Ausbreitung und Weiterentwicklung

Der junge Samuel Hahnemann (Tristan Fabian) beim Experimentieren. | Bild: BR/INTER/AKTION GmbH

Donnerstag, 25.07.2019
17:45 bis 18:15 Uhr

  • Untertitel

ARD-alpha
2010
Folge 5 von 6

Die Homöopathie findet trotz aller Anfeindungen schnell viele Befürworter. Sie breitet sie sich schon zu Hahnemanns Lebzeiten über die ganze Welt aus. Heute spielt sie besonders in Indien eine wichtige Rolle. Dort ist sie neben der klassischen indischen Ayurveda-Medizin der Schulmedizin gleichgestellt. Auch in anderen Ländern wird die Homöopathie als ernstzunehmende Alternative zur Schulmedizin gesehen.
In Deutschland hat sich die Homöopathie vor allem über Laienvereine etabliert. Diese spielten im 19. und frühen 20. Jahrhundert eine große Rolle. Die Mitglieder teilten sich eine Hausapotheke, so dass jeder Zugriff auf die Medikamente hatte. Fortbildungsabende brachten den Mitgliedern die theoretischen Grundlagen nahe. Die Homöopathie ist heute auch im deutschen Gesundheitssystem verankert. Private Krankenkassen übernehmen normalerweise die Kosten und auch immer mehr gesetzliche Krankenkassen kommen über die so genannte "Integrierte Versorgung" für die homöopathische Behandlung auf. Die Homöopathie hat sich jedoch nicht nur räumlich verbreitet. Ihr Gedankengut wurde auch von anderen Therapieformen aufgegriffen und weiter entwickelt. Beispiele sind Schüssler-Salze, Bach-Blüten oder die anthroposophische Medizin.

Redaktion: Werner Reuß

Der Arzt Samuel Hahnemann trifft Ende des 18. Jahrhunderts auf eine Medizin, die den Menschen mehr schadet als hilft, und entdeckt die Wirkung von extrem verdünnten Arzneien. Unsere Reihe zeichnet das bewegte Leben Hahnemanns nach und schildern die Entwicklungsgeschichte der Homöopathie.