ARD-alpha

Die Geschichte der Homöopathie Kritik an Hahnemanns Lehre

Arrangement von Heil- und Hilfsmitteln der homöopathischen Medizin. | Bild: BR/INTER/AKTION GmbH

Freitag, 19.07.2019
17:45 bis 18:15 Uhr

  • Untertitel

ARD-alpha
2010
Folge 4 von 6

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt die Homöopathie sich zu etablieren. Dennoch hat sie damals - wie auch heute - viele Gegner. Der wichtigste Kritikpunkt: Homöopathie wirke nicht besser als ein Placebo. Schon 1835 wird die Homöopathie zum ersten Mal wissenschaftlich auf die Probe gestellt. Beim ersten Doppelblindversuch der Medizingeschichte wollen die Ärzte Nürnbergs die Wirkungslosigkeit der Homöopathie unter Beweis stellen. Heute wird die Homöopathie, wie alle anderen Heilverfahren auch, mit wissenschaftlich abgesicherten medizinischen Studien untersucht. Dabei soll herausgefunden werden, ob homöopathische Arzneimittel wirksam sind oder nicht. Die Studienlage ist uneindeutig und die Forscher kommen immer wieder zu unterschiedlichen Ergebnissen. Auch nach welchem Mechanismus die Homöopathie wirken könnte, hat man bisher nicht klären können. Samuel Hahnemann streitet im 19. Jahrhundert erbittert gegen seine Kritiker. Als ihm das Recht Arzneimittel auszugeben in Leipzig verwehrt wird, zieht er in die Stadt Köthen, heute in Sachsen-Anhalt.

Redaktion: Werner Reuß

Der Arzt Samuel Hahnemann trifft Ende des 18. Jahrhunderts auf eine Medizin, die den Menschen mehr schadet als hilft, und entdeckt die Wirkung von extrem verdünnten Arzneien. Unsere Reihe zeichnet das bewegte Leben Hahnemanns nach und schildern die Entwicklungsgeschichte der Homöopathie.