ARD-alpha

Die Geschichte der Homöopathie Die Suche nach einer anderen Medizin

Samuel Hahnemann (Stephan Lewetz) in seinem Labor. | Bild: BR/INTER/AKTION GmbH

Donnerstag, 11.07.2019
17:45 bis 18:15 Uhr

  • Untertitel

ARD-alpha
2010
Folge 1 von 6

Samuel Hahnemann kommt am 10. April 1755 in Meißen zur Welt und wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Dank seiner Begabung für Sprachen kann er jedoch das Gymnasium besuchen und schließlich Medizin studieren. Er lernt die Methoden, die in der ärztlichen Praxis seiner Zeit gang und gäbe waren: Aderlass, Schröpfen, Verabreichen von Einläufen, die Gabe von Brechmitteln. Diese Praktiken kommen aus der Humoralpathologie, der antiken Krankheitslehre, die auf Hippokrates und Galen zurückgeht. Hahnemann erkennt, dass diese Behandlungen den Patienten mehr schaden als nutzen und gibt die eigene ärztliche Praxis auf. Er verlegt sich auf die Übersetzung medizinischer Schriften und arbeitet als Bibliothekar und Leibarzt von Adeligen, um seine immer größer werdende Familie zu ernähren. Insgesamt elf Kinder bringt seine Frau Johanna Küchler, eine Apothekerstochter, zur Welt. Innerhalb von 20 Jahren ziehen sie 20 Mal um - immer auf der Suche nach einer besseren Anstellung oder einer günstigeren Wohnung.

Redaktion: Werner Reuß

Der Arzt Samuel Hahnemann trifft Ende des 18. Jahrhunderts auf eine Medizin, die den Menschen mehr schadet als hilft, und entdeckt die Wirkung von extrem verdünnten Arzneien. Unsere Reihe zeichnet das bewegte Leben Hahnemanns nach und schildern die Entwicklungsgeschichte der Homöopathie.