ARD-alpha

Campus Cinema Studenten • Filme • Visionen

Florian Kummert und Regisseurin Lisa Gerig | Bild: BR

Freitag, 22.02.2019
10:30 bis 11:00 Uhr

ARD-alpha
2017

Campus Cinema hat - alternierend mit dem Campus Magazin als Semesterprogramm - Alleinstellungsmerkmale: es ist die einzige multimediale Plattform für studentische Medienproduktionen in Deutschland und spricht eine neue, junge und medien-affine Zuschauerschaft an. Campus Cinema ist somit ein in Deutschland einmaliges Angebot für jüngere Zuschauer, die sich für Filme und Medienproduktionen interessieren. Die Idee: Filme aus der jungen Zielgruppe für die jungen Zielgruppe multimedial zu präsentieren. Filmstudenten setzten sich während ihrer Ausbildung mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinander. Campus Cinema bietet ihnen nicht nur in der Sendung, sondern auch auf einer Online-Plattform beste Möglichkeiten, ihrer filmisch-kreative Arbeit zu präsentieren.

Das Format schafft so in ARD-alpha eine einmalige Bühne für studentische Film- und Medienproduktionen: eine halbe Stunde mit kreativen Kurzfilmen aus allen Genres - Animation, Spielfilm, Dokumentation, Reportage - geschaffen von Film-Studierenden. Begleitende Interviews geben Einblicke in die Medienausbildung an den Filmhochschulen und in die Themenfindung, das Konzept, die Dramaturgie sowie die Drehbedingungen der Studienarbeits-Filme. Die Kernfrage dabei: Wie entstehen Studenten-Kurzfilme unterschiedlicher Genres an den Hochschulen und wie setzen Studenten ihre thematischen und filmischen Ideen um? Kriterien für das Filmemachen und die filmische Ästhetik - das lernen die Zuschauer hier ganz nebenbei.

"Zaungespräche", Kurzdokumentarfilm von Lisa Gerig

Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste

„Zaungespräche“ ist ein dokumentarisch essayistischer Film über das „Ausschaffungsgefängnis“ auf dem Zürcher Flughafen. Dort werden Flüchtlinge vor der Abschiebung inhaftiert. Als Teil der Gefängnisgruppe des "Solinetzes" besuchte Lisa Gerig regelmäßig Inhaftierte, um ihnen zuzuhören und um ihre Isolation ein Stück weit zu durchbrechen. Der Film beschreibt die Situation der Inhaftierten, die unter strengen Haftbedingungen bis zu 18 Monate eingesperrt werden können. Die Filmemacherin durfte die Kamera nicht ins Innere des Gebäudes nehmen - die Gefangenen bleiben gesichtslos. Und trotzdem gelingt der Regisseurin mit ihrer Erzählung, die persönlichen Schicksale der Männer und Frauen an diesem vergessenen Ort näherzubringen.

„Unsere Besuche sind ein Versuch, diese Menschen mit ihren Erfahrungen nicht allein zu lassen.“  Lisa Gerig nimmt Anteil am  Schicksal der Flüchtlinge, sie hört ihnen zu und steht ihnen bei. Gerne würde sie mit dem Finger auf jemanden zeigen, der Schuld an der Misere der Inhaftierten hat. Doch es gelingt ihr nicht. Das Gefängnispersonal ist nett, hilfsbereit und offen. Sie stößt an ihre Grenzen. Grenzen, die der Gefängniszaun nicht nur physisch festsetzt. Er steht unverrückbar zwischen Lisa, ihrem Anliegen und dem komplexen System von Abschiebung, Frustration und Freundschaft.

Mehr Informationen zu CAMPUS CINEMA: Unsere Online-Plattform vereint Video, Audio und Online-Content zu einem umfangreichen Angebot an Infos, Hintergrund und Links zu allen Filmen.

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Redaktion: Corinna Benning