ARD-alpha

Campus Magazin Lust auf Uni, aber keine Zukunft?

Donnerstag, 29.11.2018
22:15 bis 22:45 Uhr

  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

ARD-alpha
2018

Moderation: Sabine Pusch

Unsere aktuellen Campus Magazin-Themen:


Mit Herzblut und harten Bandagen: Was macht ein Studierendenvertreter?

Ein Leben zwischen Hörsaal, Landtag und Konferenzen: Im Alltag von Constantin Pittruff kommt selten Langeweile auf. Er ist nämlich Studierendenvertreter der Hochschule München, mit über 18.000 Studierenden eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Deutschland. Er ist auch einer von drei Landes-ASten-Sprechern in Bayern, das heißt, er vertritt die Interessen von 380.000 Studierenden im Freistaat. Moderatorin Sabine Pusch begleitet den Wirtschaftsingenieurwesen-Studenten einen Tag lang bei Terminen in seinem Ehrenamt – was kann er bewegen?

Ohne feste Stelle - Viele Jobs an der Uni sind befristet

Hervorragende Forschung und ausgewiesene Expertise: Das ist leider keine Garantie für einen festen Job in der Wissenschaft. Die 41-Jährige Juliane Bräuer ist Biologin in Jena und erforscht das Verhalten von Hunden und deren Verhältnis zum Menschen. Eine sehr spezielle Forschungsrichtung. Aber eine anerkannte – Bräuer hat Dutzende international anerkannte Studien gemacht und Artikel in einschlägigen Wissenschaftsjournalen veröffentlicht. Ihre Chefs an der Universität Jena und dem Max-Planck-Institut loben sie für ihre kreative und gute Arbeit. Und müssen ihr zugleich kündigen. Denn ihr Vertrag läuft aus und darf nicht verlängert werden.

Bräuer ist nur ein Beispiel von vielen Tausenden. In den 90er Jahren kürzte man rigoros die festen Stellen im sogenannten akademischen Mittelbau. Viele, wie Juliane Bräuer, versuchen sich daher mit Stipendien über Wasser zu halten, haben kaum Einkommen und stehen im mittleren Alter dann ohne feste Stelle an der Uni da. Ihre Forschungsprojekte können sie so nicht fortführen, viele wandern ins Ausland ab – die Folge: ein massiver Verlust an wissenschaftlichem Know-How hierzulande.


Studieren in Chemnitz - Rassismus auch auf dem Campus?

Chemnitz - seit August ein Synonym für die hässliche Fratze Deutschlands. Rund um das Karl-Marx-Monument versammelten sich damals rechte und rechtsextreme Gruppen. Ganz Deutschland streitet seitdem darüber, wie „braun“ Sachsen und Ostdeutschland wirklich sind. Gleichzeitig hat die international orientierte Technische Universität den größten Anteil an ausländischen Studierenden in Sachsen. Trifft das Bild, das die Medien von der Stadt zeichnen, die Realität? Campus Magazin spürt der Stimmung nach, besucht Flüchtlinge zuhause und im Sportclub und fragt nach, wie sie mit der Situation umgehen. Wir treffen auch Studierende, die für ein positives Image ihrer Heimatstadt kämpfen. Spüren sie eine Radikalisierung an der Uni? Wie können die verhärteten Fronten aufgebrochen werden?


Auf der Flucht - Studierende aus dem Südsudan hoffen auf eine Zukunft in Europa

John B. stammt aus dem Südsudan. Wie viele andere aus dem afrikanischen Bürgerkriegsland würde er gern in Deutschland studieren, doch dieser Wunsch bleibt für ihn und viele andere unerfüllt. Deshalb ist John nach Äthiopien gegangen. Das Nachbarland ist genauso bitteram, aber hier sind die Unis noch geöffnet. John und 69 andere Südsudanesen können sich hier das Studium nur dank eines Stipendiums der katholischen Kirche finanzieren. In Äthiopien dürfen sie aber nach Studienabschluss nicht arbeiten, darum hoffen manche, es später doch nach Europa zu schaffen. Wir treffen John und einige seiner Kommilitonen, die auf eine bessere Zukunft mit Hilfe eines akademischen Diploms hoffen.

Redaktion: Corinna Benning

Infos zur Sendereihe

Das Campus Magazin bietet Tipps für Studierende zu den Themen Studieren, Leben, Job und Karriere. Jeden Donnerstag um 19.00 Uhr. Wiederholung am darauffolgenden Freitag um 9.30 Uhr und am Samstag um 16 Uhr.