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alpha-thema: 8./9. November - Schicksalstage deutscher Demokratie Schatten über München Der Aufstieg Adolf Hitlers

Hier im Münchner Hofgartencafé hilft Hitler dem jüdischen Schriftsteller Lion Feuchtwanger 1922 in den Mantel. | Bild: BR/BR

Donnerstag, 08.11.2018
21:00 bis 21:45 Uhr

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Deutschland 2015

Bereits in den 20er Jahren zeichnen sich in München jene Strömungen ab, die später zum Dritten Reich und in den Zweiten Weltkrieg führen. Lange bevor Hitler in Berlin die Macht „ergreift“, findet er an der Isar den perfekten Nährboden für seine persönliche Weiterentwicklung und auch für seine „Bewegung“.

Vor allem in der Zeit nach der Räterepublik und während der Weimarer Republik verändert sich das Klima in München fundamental von einer weltoffenen, liberalen Grundhaltung zu einer immer reaktionärer werdenden, konservativen Gesellschaft, die mehr und mehr nach einer starken, führenden Kraft verlangt. Reaktionäre Kräfte gewinnen mehr und mehr an Einfluss und Macht, die rechten Schlägertrupps verbreiten Angst und Schrecken.

Gleichzeitig werden Hitler und seine Ideen für eine breite Schicht salonfähig.
Zunehmend werden auch jüdische Mitbürger zu Ausgegrenzten und Verfolgten, darunter auch der Nobelpreisträger Richard Willstätter, der Anwalt Max Hirschberg und der Schriftsteller Lion Feuchtwanger, der in seinem Roman „Erfolg“ sehr eindrucksvoll schildert, wie die Stimmung im München der 1920er Jahre kippt.

Angelehnt an reale Personen und Ereignisse beschreibt Feuchtwanger die Veränderungen im jüdischen Leben in München in den Jahren vor der „Machtergreifung“.

Autor: Barbara Schepanek
Regie: Steffi Illinger
Redaktion: Christian Lappe