ARD-alpha

Anna und die wilden Tiere Wie wild ist ein Wildpferd?

Ein Przewalski-Pferd hat typische Merkmale: Stehmähne, schwarze Beine mit Zebrastreifen und ein weißes Maul, sowie den Aalstrich am Rücken. | Bild: BR/TEXT + BILD Medienproduktion GmbH & Co. KG/

Mittwoch, 07.11.2018
15:30 bis 15:55 Uhr

  • Untertitel

ARD-alpha

Pferd und Mensch sind schon seit Jahrtausenden ein tolles Team. Früher brauchte der Mensch die Hilfe des Pferds für schwere Arbeiten, heute ist es Kumpel und Sportsfreund. Die Pferde, die bei uns leben, sind alles Züchtungen des Menschen.

Tierreporterin Anna hat aber ein echtes Wildpferd entdeckt, das Przewalski Pferd. Seine Geschichte ist spannend, denn es war in der Natur fast ausgestorben. Nur in Zoos hatten einige Tiere überlebt. Heute gibt es sie wieder in ihrer Heimat, der Mongolei. Und auch bei uns, werden die Przewalskis seit einger Zeit wieder wild gehalten. In der Döbritzer Heide bei Berlin. Da muss die Tierreporterin hin.

Ranger Peter geht mit Anna auf die Pirsch. Es ist gar nicht so einfach die Pferde zu finden. Aber dann entdecken die beiden eine ganze Herde. Die Wildpferde sehen aber überhaupt nicht so wild aus. Anna darf sogar eine Stute streicheln. Doch diese Nähe zu einem Wildpferd ist eine Ausnahme. Die Stute ist den Kontakt zu Menschen über lange Jahre gewohnt – trotzdem würde sie sich niemals zähmen oder gar reiten lassen.

Und wie viel Wildheit in den Tieren noch steckt, bekommt Anna life zu sehen. Wildpferde erschrecken leicht. In der Natur lauern überall Feinde. Das kleinste Geräusch lässt sie fliehen. Wenn man als Mensch in ihrem Fluchtweg steht, hat man keine Chance.

Alle Przewalki Pferde sehen irgendwie gleich aus. Doch die Ranger müssen die Tiere unterscheiden können. Dafür gibt es eine Nummer auf dem Fell. Die Jungtiere haben noch keine, und da ist Anna gefragt. Mit dem Tierarzt und Ranger Peter will sie zwei Jungtieren benamen. Das geschieht mit einem sogenannten Kaltbrand. Dazu müssen die Tiere eingefangen weden. Das ist ohne Betäubung unmöglich. Anna übt für den Einsatz des Betäubungspfeils, aber läßt dann doch lieber dem Tierarzt den Vortritt. Mit einem Blasrohr schießt er einen Pfeil mit einem Betäubungsmittel ab. Das Pferd schläft schon bald ein. Anna trifft alle Vorbereitungen für die Benamung.

Redaktion: Stefanie Baumann