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alpha-thema: Honig Das große Summen "Die rbb Reporter"

Die Großstädter haben ihr Herz für die Bienen entdeckt. Das Imkern in der Stadt boomt. Bei Frau Jesse finden die Nachwuchsimker alles was sie für den Start in die Saison benötigen. | Bild: BR/rbb/Thomas Balzer

Dienstag, 26.06.2018
21:45 bis 22:15 Uhr

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2013

Der Biene in Brandenburg geht es schlecht, ihre Kolleginnen in Berlin werden dagegen in letzter Zeit immer mehr umsorgt und gehegt. Das Imkern in der Stadt boomt. Die Großstädter haben ihr Herz für die Bienen entdeckt und versuchen zu retten was zu retten ist. Denn in den letzten zehn Jahren sind 30 Prozent des Bienenbestands in Deutschland verschwunden. Die um sich greifende Monokultur auf dem Land raubt der Biene den Lebensraum. Massenhaft eingesetzte Pflanzenschutzmittel setzen den Bienenvölkern ebenso zu wie die immer häufiger auftretenden Bienenerkrankungen.

Marc-Wilhelm Kohfink, verdient seinen Lebensunterhalt als Großstadtimker. Seine Bienenstöcke stehen auf Hoteldächern am Potsdamer Platz und in Berlin-Mitte. Die Bienen finden in den Straßenschluchten optimale Bedingungen vor. Blühende Straßenbäume, Brachflächen und weitläufige Parks sind für die Stadtbienen ein Paradies! Außerdem ist es in der Stadt im Schnitt zwei Grad wärmer als auf dem Land – auch das gefällt den wärmeliebenden Bienen. Bei konstanten Außentemperaturen von über 12 Grad, beginnt das Bienenvolk Ende April zu wachsen. Von etwa 10.000 Bienen im Winter auf bis zu 60.000 wächst das Volk innerhalb weniger Wochen an. Dann beginnt das große Summen.

Redaktion: Gábor Toldy