ARD-alpha

alpha-expedition Afrikas wilder Westen Namibias Wüstenpferde

Namibia | Bild: BR

Dienstag, 05.06.2018
20:15 bis 21:00 Uhr

ARD-alpha
2014

Die Namib, eine der einsamsten Wüsten Afrikas: In diesem Trockengebiet an der Westküste Namibias können nur Spezialisten überleben: Oryx-Antilopen, Tüpfelhyänen oder Schakale. Doch die Namib ist auch Heimat für eine Tierart, die aus Europa kommt und sich hier erst seit 100 Jahren behauptet: die Namibs! Afrikas einzige Wildpferde sind Relikte des Diamantenbooms der deutschen Kolonialzeit - ebenso zurückgelassen wie die Geisterstädte der Minen, die vom Sand zurückerobert wurden und eine Wildwest-Atmosphäre schaffen.

Rund 200 Pferde des einstigen Bestandes leben noch, behaupten sich gegen Dürre, Hitze, die ständigen Sandstürme, ständig bedroht von Skorpionen, Schlangen und Hyänen. Nur ein altes Bohrloch, mit dessen Wasser einst das Zentrum der Region, Lüderitz und die deutsche Eisenbahnlinie versorgt wurden, hilft ihnen zu Überleben. Solange die Pferde im weiteren Umkreis des Brunnens bleiben, ist gesichert, dass sie nicht verdursten. Oft aber sind die erreichbaren Weidegründe bereits abgegrast - über lange Perioden im Jahr herrscht Mangel an Nahrung. So hängt das Überlebend er Pferde jedes Jahr aufs Neue an einem seidenen Faden - ist abhängig, ob die ohnehin seltenen Regenfälle kommen oder nicht.

Umgeben vom malerischen Fish-River-Canyon und dem stürmischen Atlantik breitet sich die Namib mit ihren Trockengebieten, den Sandwüsten und den Savannen aus. Die älteste Wüste der Welt ist gleichzeitig die trockenste: Hier können nur Spezialisten, die sich über Jahrtausende an die harschen Bedingungen angepasst haben, überleben: Darunter auch eine auch eine Tierart, die aus Europa kommt und erst seit 100 Jahren den Bedingungen der Wüste ausgesetzt ist: Ungefähr 200 Pferde, Nachfahren des einstigen Bestandes aus deutschen und englischen Militärpferden, die nach dem Ersten Weltkrieg in die Wüste versprengt wurden – leben noch und behaupten sich gegen die Dürre und Sandstürme in der Wüste. Gleichzeitig prägen sie auch das eindrucksvolle Naturparadies in Namibial als Afrikas Wilder Westen.

Redaktion: Gábor Toldy