ARD-alpha

alpha-expedition Big Five Asien - Der Amurtiger

Amurtiger legen große Entfernungen zurück. | Bild: Altayfilm/BR/Henry M. Mix

Dienstag, 24.04.2018
20:15 bis 21:00 Uhr

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ARD-alpha
Deutschland 2016

Amurtiger sind die weltweit am nördlichsten lebenden Tiger und eine von zwei Tiger-Unterarten. Als einzige Tigerform haben sich Amurtiger diesen winterkalten Lebensraum erschlossen. Über 6 Monate im Jahr friert es, und dichte Schneefälle sind an der Tagesordnung. Nicht selten sinken die Temperaturen auf unter minus 40 Grad. Im kurzen ussurischen Sommer steigen sie regelmäßig bis auf über 30 Grad.

Der Landstreifen am Japanischen Meer ist dicht besiedelt. „Tiger-Mensch“-Kontaktzonen sind somit allgegenwärtig. Straßen, Dörfer und Holzfäller-Camps schieben sich immer tiefer in die Taiga. Die Tiger können kaum noch wie gewohnt wandern, ohne zunehmend auf menschliche Ansiedlungen zu stoßen. Die Nähe zu China tut ihr Übriges. Das Land ist der weltweit größte Abnehmer von Tigern und deren „Produkten“.

Das Reich des Herrschers der Taiga ist bedroht. Die fernöstlichen Wälder werden geplündert, abgeholzt und exportiert. Die benachbarten Länder Japan, Südkorea und natürlich China haben einen schier unstillbaren Holzhunger.

Reiche Russen chartern Kleinflugzeuge und machen Jagdausflüge tief hinein in die Wildnis. Auch die unablässige Wilderei auf zentrale Beutetiere des Tigers - Kragenbären, Sikahirsche und Wildschweine - bedroht die noch etwa 400 bis 500 wilden Amurtiger.
In winterstarrer Taiga am Japanischen Meer macht sich ein BIG FIVE-Team auf die Suche nach den letzten „Schneetigern“.

Um Antworten zu finden auf die Frage:
"Wird es in 20 Jahren noch wilde Tiger auf unserer Erde geben “?

Autor: Henry M. Mix
Redaktion: Bernd Strobel