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Viele Wege - ein Ziel Mit der Fachoberschule zur Hochschulreife

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Dienstag, 25.07.2017
13:45 bis 14:00 Uhr

ARD-alpha
Folge 2 von 3

Der Film "Viele Wege - ein Ziel. Mit der Fachoberschule zur Hochschulreife" ist einer von drei 15-minütigen Filmen, in denen Wege zur bayerischen Hochschulreife - über die Berufsoberschule, die Fachoberschule und das Telekolleg - jeweils einzeln vorgestellt werden.

Die bayerische Bildungslandschaft bietet über 30 verschiedene Wege, um eine Hochschulzugangsberechtigung zu erlangen. Das klassische Gymnasium ist dabei nur ein Weg zu diesem Ziel. Fast jeder zweite Abiturient erhält heute seinen Hochschulzugang über Wege wie sie an FOS, BOS oder dem Telekolleg angeboten werden.
Dieser Film stellt zum einen Schülerinnen und Schüler vor, die derzeit eine Fachoberschule - die Lothar-von-Faber Schule in Nürnberg - besuchen und zeigt deren Schulalltag wie auch die Praktika, die an der FOS verpflichtend sind. Zum Anderen begleiten wir den FOS-Absolventen Dr. Paul Spannaus in seinem Arbeitsumfeld und zeigen an seinem Beispiel, wie der Start in ein erfolgreiches Studien- und Berufsleben auf Basis der Fachoberschule gelingen kann. Paul Spannaus, der die Mittlere Reife an einer Realschule erworben hat, besuchte im Anschluss eine FOS (Technik-Zweig) und konnte nach dem erfolgreichen Abschluss ein Maschinenbau-Studium an der Hochschule Ingolstadt aufnehmen. Seit vier Jahren ist Paul Spannaus promovierter Ingenieur - geschafft hat er dies im Alter von nur 27 Jahren. Heute arbeitet er für einen Automobilzulieferer in der Forschung an Sicherheitssystemen für Kraftfahrzeuge. Parallel dazu unterrichtet er selbst an der Ingolstädter Hochschule. Sein neues Ziel: Die Habilitation.

Wie das Lernen an einer Fachoberschule konkret aussieht, zeigt der Film an Amir Pasic, Yule Post und Sophia Regner. Die drei Schüler der 11. Klasse müssen derzeit ein für die Fachoberschule typisches außerschulisches Praktikum absolvieren. Anwaltskanzlei, Restaurations- und Design-Ateliers bieten den Schülern so erste Einblicke in das Berufsleben.

Zentrale Themen für Yule, Sophia und auch Amir sind der erstmalige Kontakt mit der Arbeitswelt, aber auch die Herausforderungen im Schulalltag. Fachoberschüler kommen meist mit der Mittleren Reife von einer Realschule oder dem M-Zweig der Mittelschule an die FOS. Sie kennen bisher nur den Schulalltag. Die Praktika in der 11. Klasse sollen die Schülerinnen und Schüler auf das Berufsleben einstimmen und ihnen Einblicke in mögliche berufliche Felder gewähren. Dieser Teil des Films zeigt aber auch das tägliche und für die Schüler oft aufregende Schulleben an einer FOS.

An allen Protagonisten - den Schülern, wie auch mit Absolvent Dr. Paul Spannaus - wird gezeigt, dass der Weg über die FOS für viele Schüler der richtige sein kann, wenn sie Berufe kennen lernen und ihren Fähigkeiten gemäß lernen wollen.

Ziel des 15-minütigen Films ist es in diesem Sinne, Eltern, Schülern, schließlich auch Lehrern und Verantwortlichen des Bildungssystems deutlich zu machen, dass viele Wege zum Ziel führen, und dass in den Möglichkeiten, die das bayerische Schulsystem bietet, für jeden etwas steckt, das seinem individuellen Weg, seinen Bedürfnissen und Talenten entspricht. Gerade heute, in einer Zeit, in der Berufe sehr ausdifferenziert sind, in der Spezialisierung nicht nur erwünscht, sondern gefordert wird, ist der Weg der Fachoberschule eine enorme Chance, sich frühzeitig zu entfalten, berufliche Felder kennen zu lernen und sein Abitur auf eben dem für einen selbst passenden Weg zu absolvieren. Unterschiedliche Interessen, Talente und Lerntypen brauchen unterschiedliche Förderung - dafür gibt es, neben dem Gymnasium, eine Vielzahl von Möglichkeiten - wie zentral in diesem Film: die Fachoberschule.

Redaktion: Ulrike Lovett