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Eine neue Route auf die Zugspitze Wiederentdeckter Steig

Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, ist weithin bekannt und trotzdem ist es dem Bergführer Michael Gebhardt aus Ohlstadt gelungen, über einen fast 100 Jahre lang vergessenen Steig eine neue alpine Kletterroute mit packender Geschichte auf den Gipfel zu erkunden. Zum ersten Mal führte er jetzt eine Gruppe von Werdenfelser Bergführerkollegen durch eine Route, die spektakulär von der Seilbahn aus zu sehen ist.

Stand: 14.07.2017 | Archiv

"Eisenzeit" heißt dieser neue, geschichtsträchtige Weg auf die Zugspitze. Ausgesetzt, eindrücklich und abenteuerlich geht es auf alten Spuren und Wegen der Zugspitzbahn-Erbauer durch die steile Nordwand auf den Gipfel der Zugspitze. Am sicheren Seil eines Bergführers wird diese noch kaum begangene Tour mit Klettereien über luftige Bänder und wilde Reißen zum unvergesslichen Erlebnis für jeden Alpinisten.

Keine leichte Tour

Die Tour hat einen eindeutig alpinen Charakter und ist deshalb nur für geübte Bergsteiger mit fachkundiger Begleitung geeignet. Bis zum sogenannten "Fenster 4" geht es immer entlang des für den Bau der Zugspitzzahnradbahn angelegten Steiges. Werdenfelser Bergführer hatten diesen damals angelegt, um den Arbeitern einen Zugang zu den Stollen zu ermöglichen. Viele dieser ehemaligen Sicherungsanlagen sind noch sichtbar. Aus konservatorischen Gründen soll die Tour so bleiben wie sie ist, es sollen also keine Haken oder sonstige Sicherungsmöglichkeiten geschaffen werden. Für trittsichere Alpinisten ist diese Tour ein absoluter Genuss, im Klaren sollte man sich aber darüber sein, dass es sich bei der "Eisenzeit" um keinen Klettersteig handelt, sondern um ein ernstes alpines Vorhaben. Immerhin sind vom Eibsee aus 2.200 Höhenmeter zu überwinden!

Ansprechpartner

Wenn Sie die gezeigte Tour auch einmal unternehmen möchten, können Sie sich hier nach einem Bergführer erkundigen, der den Steig kennt: info@bergfuehrer-werdenfels.de


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