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Strahlende Unterwelt Uran aus Weißenstadt

Uran-Brennstäbe "Made in Bavaria": In den 50er Jahren wollte der erste deutsche Atom-Minister Franz Josef Strauß das kleine oberfränkische Weißenstadt zur florierenden "Atom-Stadt" machen. Nun soll das stillgelegte Uranbergwerk für Besucher geöffnet werden.

Stand: 25.07.2015 | Archiv

Demnächst soll Besuchern im Stollen des Uranbergwerkes Weißenstadt erzählt werden, was sich vor rund 60 Jahren zugetragen hat. Damals holten im Auftrag des Ministers für Atomfragen, Franz Josef Strauß, Bergleute Uranerz aus 200 Meter Tiefe für Brennstäbe "Made in Bavaria".

Bergmann Alfred Strössentreuter in den 50er Jahren

Die Versorgung zukünftiger Kernreaktoren mit heimischem Uran sollte so sichergestellt werden – unabhängig von Lieferungen aus den USA. Doch vom emsigen Versuchsabbau des Urans sollte die Weißenstädter Bevölkerung möglichst wenig mitbekommen, ebensowenig von etwaigen Gefahren.


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