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Zwischen Spessart und Karwendel Harrische

Harrische sind ein Schmalzgebäck, das in Oberfranken zu besonderen Anlässen gebacken wird. Lange Zeit wurden diese Küchlein vor allem zu Kirchweih oder für eine Hochzeit gebacken. So erklärt es sich auch, dass die Herstellung auf jeden Fall ganz besonders aufwändig ist - und warum sich nur noch wenige Leute die ganze Arbeit machen.

Stand: 13.02.2021 | Archiv

Harrische | Bild: BR

Brigitte Schierwagen aus Weismain im Landkreis Lichtenfels ist eine der wenigen, die noch selbst zuhause Harrische macht - ein kompliziertes Schmalzgebäck. Ihre Tochter Karin Schirmer hilft ihr gerne beim Harrischen-Backen mit. Für sie gab es von der Erstkommunion bis zur eigenen Hochzeit kein Familienfest ohne Harrische und anderes Traditionsgebäck. Hergestellt in großer Schlagzahl. Denn die Harrischen sind Dauergebäck und können bis zu einem halben Jahr gelagert werden – theoretisch. Denn tatsächlich sind sie so gut, dass sie meistens ratzfatz aufgefuttert sind!

Rezept für "Harrische", "Harrische Hasen" oder "Geschnittene Hasen"

Zutaten:

600 g Weizenmehl Type 550
1 TL Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Ei
1 Messerspitze Backpulver
200 g saure Sahne
250 g Butter
2-4 EL Arrak
Butterfett zum Ausbacken
Zimtzucker zum Bestreuen nach dem Backen

Brigitte Schierwagen mit fertig gebackenen Harrischen

Zubereitung:

Das Mehl, Backpulver, Ei, Sahne, Arrak und Zucker in die Rührschüssel geben. Zuletzt die kalte Butter in dünnen Scheiben geschnitten ebenfalls dazugeben. Mit der Küchenmaschine oder Rührgerät zu einem Teig verarbeiten. Kurz mit der Hand nochmals durchkneten. Mit dem Löffel vom Teig circa 25 g-Stücke abstechen, zu Kugeln formen und in einer Tupperdose über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Jede Teigkugel ganz dünn auswellen, radeln, verschlingen und in Butterfett auf 175 Grad Celsius ausbacken. Kurz abtropfen lassen und sofort im Zimtzucker wälzen.

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