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Löwenzahnwurzel-Kaffee Muckefuck vom Wegesrand

Lange Zeit wurde der Löwenzahn bei uns nicht sehr geschätzt. Als Unkraut galt er, ein Indiz für überdüngte und stickstoffreiche Böden. In vielen Gärten ist er auch heute noch unerwünscht. Dabei ist Löwenzahn nicht nur vielseitig in der Küche verwendbar, sondern auch gesund. Die arabischen Ärzte verwendeten ihn schon im elften Jahrhundert als Heilpflanze.

Stand: 24.03.2017 | Archiv

Löwenzahn-Wurzel-Kaffee (Muckefuck) | Bild: BR

Rezept von Kräuterpädagogin Daniela Wattenbach

Zutaten:

10 - 15 schöne Löwenzahnwurzeln

Zubereitung:

Getrocknete, kleingeschnittene Löwenzahnwurzeln

Das Löwenzahngrün der frisch ausgegrabenen Pflanzen abschneiden und die Wurzeln mit einer Gemüsebürste gründlich säubern. Danach die Löwenzahnwurzeln bei circe 40 Grad Celsius im Ofen trocknen lassen (bei geöffneter Ofentür, damit die Feuchtigkeit entweichen kann). Alternativ kann man die Wurzeln auch an der Luft trocknen lassen. Das dauert circa einen Tag.

Muckefuck-Pulver aus Löwenzahnwurzeln

Die getrockneten Löwenzahnwurzeln in kleine Stücke schneiden und in einer Pfanne (ohne Öl) so lange bei niedriger Temperatur rösten, bis es angenehm duftet und die Wurzeln sich leicht bräunen. Achtung: Immer fleißig rühren, damit die Wurzeln nicht anbrennen. Anschließend die gerösteten Wurzeln abkühlen lassen und in einem Mixer zu Pulver mixen.

Pro Tasse einen gehäuften Teelöffel von dem Wurzelmehl in einen Filter geben und mit heißem Wasser überbrühen.

Tipp: Löwenzahnkaffee schmeckt sehr intensiv. Wer ihn nicht so bitter mag, nimmt etwas weniger Pulver.


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