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Ei, Ei, Ei - wie süffig! Selbstgemachter Eierlikör

Ob als Krönung auf einem Eisbecher, pur oder als Mischgetränk auf Partys oder als Zutat beim Backen: Eierlikör schmeckt nicht nur in der Oster- oder Weihnachtszeit - er ist das ganze Jahr über eine kleine Sünde wert. Ganz besonders, wenn man in selbst gemacht hat - denn dann schmeckt er oft noch besser als fix und fertig gekauft.

Stand: 30.03.2018 | Archiv

Symbolbild: Eierlikör | Bild: colourbox.com

In den späten 50er Jahren war der Eierlikör der Damen liebstes Getränk und kam gerne und reichlich beim Kaffeeklatsch, während der Canasta-Runde oder auf Partys zum Einsatz. Das äußerst kalorienhaltige Gemisch aus Eigelb, Zucker, Sahne und reichlich Alkohol kam zeitweise, der Figur zuliebe, aus der Mode. Doch jetzt findet er wieder jede Menge neue Liebhaber - und eignet sich deshalb besonders gut als kleines Mitbringsel bei Besuchen.

Der Ursprung des Eierlikörs

Im 17. Jahrhundert entdeckten Kolonialfahrer in Brasilien das aus Avocado hergestellte Traditionsgetränk Abacate und verfeinerten es mit Rum und Rohrzucker. Zurück in Europa wollten sie die neuentdeckte Köstlichkeit nicht mehr missen und verwendeten Eigelb als Ersatz für die ursprüngliche Hauptzutat Avocado, die hier leider nicht angebaut werden konnte. Der Eierlikör war erfunden!

Familie Mathes in Schöllkrippen, einem kleinen Markt nördlich von Aschaffenburg in Unterfranken, trinkt ihren Eierlikör am liebsten selbst - zu besonderen Anlässen oder als kleinen Überraschungsumtrunk, wenn Gäste kommen. Da trifft es sich gut, dass die hofeigenen Hühner gerade jetzt im Frühling wieder verstärkt Eier zu legen beginnen. Denn der Legeboom schafft Überschuss, der abgebaut werden muss: in Form von frischem Eierlikör!

Rezept für Eierlikör (1 Liter) von Kerstin Mathes

Zutaten
7 Eigelb von möglichst frischen Eiern
1 Pck. (250g) Puderzucker
1-2 Pck. Vanillezucker
340g Kondensmilch
200 g Sahne
1/8 l Weingeist

Zubereitung
Eier aufschlagen und die Eidotter von den Eiweißen trennen. Die Eidotter mit dem Puderzucker und dem Vanillezucker zu einer schaumigen Masse quirlen. Dann zuerst die Kondensmilch und anschließend die Sahne zugießen und bei höchster Geschwindigkeit mixen. Zuletzt den Weingeist langsam zugeben und verquirlen.

Die sahnig-schaumige Flüssigkeit in eine sterilisierte Literflasche abfüllen und kühl und dunkel aufbewahren. Eierlikör sollte schnell verbraucht werden.

Das Rezept von Kerstin Mathes zum Anschauen


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