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Eine Frau der Extreme Die Bergführerin Nina Schlesener

Als Spitzenalpinistin, Deutschlands jüngste Bergführerin und Wanderexpertin wurde sie bekannt: Nina Schlesener. Unerschrocken klettert sie in den extremen Eiswänden der Erde - doch ihr eigentlicher Lieblingsplatz liegt in den Berchtesgadener Bergen.

Stand: 17.01.2019 | Archiv

Rund 500 Bergführer gibt es in Deutschland, darunter sind nur sehr wenige Bergführerinnen. Die Ausbildung dauert drei Jahre und verlangt den kompletten Bergsteiger mit überdurchschnittlichem Können in Fels und Eis. Nina Schlesener hörte schon mit 12 Jahren den 'gstandenen' Bergführern zu, wenn sie in der Hütte ihrer Eltern einkehrten. Schon da wuchs ihr Wunsch, selbst Bergführerin zu werden und sie wurde es: die jüngste staatlich geprüfte Bergführerin Deutschlands.

2011 war Nina Schlesener Eisklettereuropameisterin.

Mit dem Spitzensportkletterer Christian Schlesener bildet sie außerdem ein nicht ganz so bekanntes, aber umso bemerkenswerteres Bergsteiger- und Bergführerpaar. Heute ist sie viel unterwegs in den Gebirgen der Welt. Ihr eigentlicher Platz aber liegt unterm Schneibstein. Hier hat der Weg zur Spitzenalpinistin und Bergführerin begonnen, als die Eltern vor 25 Jahren das Schneibsteinhaus übernommen haben.

Nina war mit ihrer Schwester bei allem dabei und die ganze Umgebung wurde zu einer einzigartigen Spielwiese. Die dauernden Besuche auf der benachbarten Königsbergalm haben sich so tief eingeprägt, dass sie nach dem Tourismusstudium selbst einen Almsommer eingelegt hat.

Bergführerin Nina führt ihre Gäste Uschi und Aendi auf die 'kleine Reibn'.

Nun hat sie sich die kleine Reib’n, den Berchtesgadener-Skitourenklassiker, für ihre Gäste ausgesucht:  Uschi und Aendi, die sie schon im vergangenen Sommer auf Schweizer Viertausender geführt hat. Es sind Touren wie diese, die sie zurückbringen zur Quelle ihrer besonderen Energie, der Hütte ihrer Eltern unterm Schneibstein. Nicht nur da steckt sie andere mit ihrer Freude an den Bergen an.


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