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Bayern genießen Nebulöses aus den Ruselmooren

Neblige Wälder mit unheimlich klingenden Namen wie "Todtenau" oder "Verbotenes Holz" hat Paul Enghofer bei einer herbstlichen Wanderung durch die Ruselmoore entdeckt und dabei zahlreiche geheimnisvolle Sagen und Legenden gehört.

Stand: 31.10.2015 | Archiv

Hinter der Rusel, einem Höhenzug im vorderen Bayerischen Wald nordöstlich von Deggendorf, liegt, etwas versteckt, ein mystisches Moor: die Todtenau.

Totenau - der Name geht vermutlich zurück bis in den Dreißigjährigen Krieg als Pest und Cholera herrschten.

Mit den umgebenden Auen in der Gemeinde Kirchberg im Wald steht das Moor unter Naturschutz und ist durch die verschiedenen Moortypen einzigartig im Bayerischen Wald. Die Entstehung des Hochmoors mit einer Mächtigkeit von über acht Metern begann mit dem Ende der letzten Eiszeit.

Nebulöse Sagen berichten, dass dort zu Pestzeiten viele Tote aus der Umgebung versenkt worden seien und auch eine große Stadt soll im Moor versunken liegen.

Führung durch "verbotene Wälder"

Leonhard Neumeier erzählt Autor Paul Enghofer so manch schaurige Geschichten über den Ort.

Auf sicheren Pfaden von Führer Leonhard Neumeier durch das sumpfige Gebiet geleitet, hörte Paul Enghofer manche gruslige Moorsage. "Hartl" Neumeier aus Ebertsried ist ein guter Erzähler, der die alten Sagen mit viel Phantasie ausschmückt und vielleicht auch das eine oder andere Detail hinzu erfindet.

Heimatforscher Bernd Schulz aus Zell forscht nach dem historischen Kern der Sagen von der Todtenau.

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