BR Fernsehen - Zeit und Ewigkeit


4

Gedanken zum Fest Fronleichnam Mit Bischof Gregor Maria Hanke OSB

Den einen macht es Angst, die anderen sehen darin eine Chance: Sich wandeln gehört zum Leben. Davon ist der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke überzeugt. Veränderungen können das Leben bereichern.

Stand: 13.06.2017 | Archiv

Kloster Plankstetten | Bild: BR

Tageszeiten, Jahreszeiten – die Natur unterliegt einem ständigen Wandel. Das gilt auch für die Menschen: Leben wächst heran, entwickelt sich und vergeht wieder. Verwandlung gehört wesentlich zum Leben. Ohne sie, ist sich Bischof Hanke sicher, beginnt das Leben zu sterben.

Der Wandlung trauen

Bei einem Spaziergang am Main-Donau-Kanal und einem Besuch des Benediktinerklosters Plankstetten spürt Hanke den Chancen von Wandlungsprozessen im konkreten, übertragenen und christlichen Sinn am Beispiel des Brotes nach und lädt dazu ein, der Wandlung zu trauen. Das „gewandelte Brot“ gibt dem Fronleichnamsfest seinen Sinn.

Die Sendung ist untertitelt - Bayerntext-Seite 150.


Weitere Informationen:

Bischof Gregor Maria Hanke OSB

2006 wurde Gregor Maria Hanke, damals Abt der Benediktinerabtei Plankstetten, von Papst Benedikt XVI. zum 82. Bischof von Eichstätt ernannt. Der promovierte Liturgiewissenschaftler ist u. a. Mitglied der Kommission für geistliche Berufe und kirchliche Dienste und der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Gemeinsamen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland.

Im März 2014 berief ihn Papst Franziskus in die vatikanische Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens.

Nach dem Abitur am Eichstätter Willibald-Gymnasium 1974 absolvierte der gebürtige Mittelfranke bis 1980 ein Studium der Theologie in Eichstätt und London. 1981 trat er in die Benediktinerabtei Plankstetten ein. 1982, im Jahr seiner Profess, begann der Benediktiner in Eichstätt ein Lehramtsstudium der Anglistik. Der Priesterweihe 1983 in Plankstetten folgte ein zweijähriges Auslandsstudium in Oxford.

In der Benediktinerabtei Plankstetten baute Pater Gregor Maria u. a. das Bildungshaus St. Gregor auf, das er bis 1990 leitete. Maßgeblichen Anteil hatte er dort auch an der „Schule der Dorf- und Landentwicklung“. Zugleich setzte er sich für die Pflege ökumenischer Kontakte zur Orthodoxie ein.

1993 wählte der Konvent von Plankstetten den 39-Jährigen überraschend zum 54. Abt des Klosters. Die Umstellung der klostereigenen Landwirtschaft, der Gärtnerei und der verarbeitenden Betriebe auf eine biologische Wirtschaftsweise nach den Richtlinien des Anbauverbandes Bioland ab 1994 brachte ihm den Ruf eines „grünen Abtes“ ein.



Für die Umsetzung dieses Konzepts und die vielfältigen ökologischen Aktivitäten des Klosters erhielt Hanke 2001 die Umweltmedaille des Freistaates Bayern. Weitere Akzente setzte Plankstetten unter seiner Leitung in der Bildungs- und Jugendarbeit sowie in der Ökumene. Für sein Bemühen um die Aussöhnung der Völker und sein ökumenisches Engagement wurde der Benediktiner 2004 vom Metropoliten der tschechisch-slowakischen orthodoxen Kirche in Prag mit dem Orden der heiligen Konstantin und Helena ausgezeichnet.

Drehort

Die Benediktinerabtei Plankstetten

Im Sulztal zwischen Beilngries und Berching nahe dem Main-Donau-Kanal liegt das Benediktinerkloster Plankstetten. 1129 durch die Grafen von Hirschberg als bischöfliches Eigenkloster gegründet, gehört es seitdem zum Bistum Eichstätt.

Der romanische Bau des 13. Jahrhunderts und die im 15. Jahrhundert angefügte gotische Apsis prägen bis heute das Äußere der Klosterkirche mit den beiden mächtigen Türmen. Der Eindruck des Innenraumes wird neben anderen Stilepochen vor allem von der Barockzeit bestimmt.

Nach der konsequenten Umstellung der Landwirtschaft und der weiteren Klosterbetriebe unter Abt Gregor Maria Hanke ab 1994 auf eine organisch-biologische Wirtschaftsweise gilt Plankstetten heute als „Öko-Kloster“. Neben Landwirtschaft und Gärtnerei betreibt das Kloster u. a. eine Bäckerei, eine Metzgerei, eine Imkerei und eine Brennerei und verkauft ökologische Produkte aus eigener Herstellung und aus der Region im Klosterhofladen.


Kontakt:
Pressestelle der Diözese Eichstätt
Leonrodplatz 4
85072 Eichstätt

www.bistum-eichstaett.de


4