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Wirtshaustipp "Schächinger Mühle" in Edling

Die "Schächinger Mühle" in Edling ist schon ein ganz besonderer Flecken Erde. Der Wirtsgarten ist ein Traum, das Essen spitze und wem das nicht reicht, der geht baden - quasi hinterm Haus.

Stand: 16.07.2015 | Archiv

"Schächinger Mühle" außen | Bild: BR

Was ist das Besondere an diesem Wirtshaus?

"Es ist ein ganz besonderer Platz, der etwas versteckt liegt, aber schon von außen sehr charmant wirkt. Vor allem dann, wenn alles so grünt, wie zurzeit. Für die warmen Tage ideal ist natürlich der Gastgarten für etwa 150 Gäste mit dem Salettl. Das hat wirklich Stil. Es macht einfach Freude, hier in einer lauen Sommernacht zu sitzen. Erstmals wurde die 'Schächinger Mühle' um das Jahr 1000 erwähnt - als Schenkung des Klosters Attl an die Herren von Ettlingen. Viele Jahrhunderte war diese Mühle in Betrieb und wurde erst in den 80er-Jahren stillgelegt."

Wie sieht es in der "Schächinger Mühle" aus?

"Ein Filmarchitekt hat die Mühle wieder zum Leben erweckt und sie 1993 zum Wirtshaus umbauen lassen. Da steckt viel Herzblut drin. Kompliment, der Mann hat das richtig gut hinbekommen. So wurden die alten Böden und Decken allesamt gerettet und saniert. Noch immer stehen in der Gaststube drei original erhaltene Walzenstühle. Diese Mahlmühlen einer sächsischen Firma wurden etwa 1920 eingebaut und waren für die damalige Zeit das technische Nonplusultra. Im vorderen Teil der Wirtsstube ist eine große Bar eingebaut, die sich sehr gut in dieses historische Ambiente fügt. Geführt wird die Schächinger Mühle vom Ehepaar Gusti und Detlef Viergutz, beide sind Profis: er Koch, sie Hotelfachfrau. Kennengelernt haben sich die beiden in einem Rosenheimer Hotel und mit der Mühle leben sie ihre berufliche Leidenschaft aus. So stelle ich mir das ideale bayerische Wirtepaar vor."

Küchenart

"Zunächst einmal: alles wird hier - wie früher das Mehl - handgemacht: Suppen, Soßen, Fonds und das wirklich gute Kartoffelbrot. Der kreative Koch mit seiner 35-jährigen Erfahrung hat ein besonderes Faible für bayerische und mediterrane Gerichte und für Salate in verschiedenen Variationen. Das Ganze selbstverständlich immer frisch. Die Speisekarte wird wöchentlich geändert und erfreut auch durch Übersichtlichkeit."

Schneiders Hauptspeise

"Es gab Fisch und zwar ein Duett von Waller und Lachsforelle. Dazu dünne geröstete Kartoffelbrotscheiben. Außerdem Safrankartoffeln, Pfifferlinge und ein wenig grünen Spargel. Da gibt's nix zu meckern, vor allem auch wegen der delikaten Soßen. Meine zum Fisch war exzellent, Weißwein und Kalbsjus reduziert, mit Butter aufmontiert und mit Zitronensaft abgeschmeckt. Das hat in allen Belangen gepasst."

Schneiders Nachspeise

"Nach so einer relativ leichten Hauptspeise kann es schon noch was Süßes sein. In diesem Fall eine Topfenmousse mit Erdbeersalat und Erdbeersoße. Der eingedickte Orangen-Maracuja-Saft, die Orangenzesten und die Minzblätter sehen nicht nur gut aus auf dem Teller, sie schmecken und ergänzen diese frische Nachspeise sehr gut."

Preise

Hauptgerichte zwischen 10 und 18 Euro. Mit dem Fisch waren wir mit 17.80 Euro dabei, bei der Nachspeise mit 5,20 Euro. Salate gibt es um die zehn Euro. Die Halbe Bier 3,10 Euro. Für um die fünf Euro gibt es ein gutes Glas Wein.

Anreise

Schächinger Mühle
Schächinger Str. 8
83533 Edling

Telefon: 08071 9227979
www.schaechinger-muehle.de

Öffnungszeiten
Täglich ab 18.00 Uhr, Sonntag und Feiertage ganztags, Mittwoch Ruhetag.

Anfahrt
Gut 50 km von München immer auf der B 304 Richtung Wasserburg und knapp 200 km sind es von Nürnberg.

Freizeittipp

"Wir genießen den Sommer mit einem kleinen Spaziergang von der 'Schächinger Mühle' zur Edlinger Kiesgrube. Genauso wie die Mühle ist das ein ganz charmanter Ort: ein kleiner See mit vielen kleinen Badebuchten. Versteckt hinter ganz viel Grün."


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