BR Fernsehen - Wir in Bayern


7

Garten Rosen und Rasen winterfest machen

Die Tage werden kürzer und kälter. Jetzt ist es an der Zeit, den Garten winterfest zu machen. Gartenexperte Andreas Modery gibt Tipps, was Sie tun sollten, damit Ihre Rosen und Ihr Rasen gut über den Winter kommen.

Stand: 11.10.2019

Ein Mann mäht mit einem Rasenmäher den Rasen. | Bild: picture-alliance/dpa

Rosen winterfest machen

Die Winterhärte der Edel-, Beet- und Kletterrosen hängt von verschiedenen Faktoren ab, die nicht in allen Gärten gleich sind. Manchmal müssen die Rosen an ungünstigen Standorten wachsen, werden schlecht mit Nährstoffen versorgt oder gehen zu trocken in den Winter. Diese ungenügend gepflegten Rosen sind genauso gefährdet,wie durch Krankheit oder Schädlinge geschwächte Pflanzen. Da nützt es auch nichts, wenn es sich eigentlich um "besonders winterharte" Sorten handelt. Deshalb sollten Sie für bestmögliche Pflege sorgen, damit Ihre Rosen gut durch den Winter kommen.

Nicht Düngen und Wässern

Keine Düngergaben und keine zusätzliche Wässerung im Herbst, da sich das Zellgewebe verkleinern muss um gegen Frost geschützt zu sein.

Kein Rückschnitt

  • Der schlimmste Fehler, der leider sehr häufig gemacht wird, ist der Rosenrückschnitt im Herbst.
  • Schneiden Sie im Herbst lediglich Verwelktes und Hagebutten weg. Diese "Säuberung" ist für ein gutes Wachstum im nächsten Jahr wichtig.

Frostschutz

  • Der beste Frostschutz ist das Anhäufeln. Für diesen Zweck eignet sich am besten Komposterde, denn Sie ist billig und kann im kommenden Frühjahr auf dem Beet verteilt werden.
  • Um die Rosen vor langanhaltenden Frösten und starker Wintersonne zu schützen, sollten Sie über die angehäufelten Rosen locker Tannenreisig legen. Tannenreisig eignet sich besonders gut, da die Nadeln selbst nach Monaten noch hängenbleiben. Somit haben Sie keinen Nadelverlust wie bei der Fichte und Ihre Rosenerde wird nicht sauer.
  • Mit längeren Koniferenzweigen lassen sich Kletterrosen gut vor der Kälte schützen.
  • Hochstammrosen bekommen den besten Winterschutz, wenn Sie die Krone locker mit Holzwolle füllen und eine Leinentasche darüberstülpen. Plastiktüten sind für diesen Zweck ungeeignet, da sich in der Folie Schwitzwasser bildet. Dies begünstigt Pilze und anderen Krankheiten.

Rasen winterfest machen

Ein letztes Mal mähen

Auch jetzt im Herbst wächst der Rasen noch, jedoch viel langsamer als im Sommer. Optimal ist es, wenn Sie den Rasen für den Winter auf 4 cm Länge kürzen. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, dass die Messer des Mähers scharf sind, da die Halme sonst nicht geschnitten, sondern durch stumpfe Messer nur ausgefranst werden. Ausgefranste Halme verbraunen und sind für Krankheiten deutlich anfälliger. Gerade in der kalten Jahreszeit kann es so zu Pilzbefall kommen.

Vom Laub befreien

Befreien Sie den Rasen unbedingt von Laub, denn darunter beginnt das Gras zu vergilben und die Gefahr eines Pilzbefalles steigt. Zudem muss geschwächtes Gras Moos weichen.

Vertikutieren

Prinzipiell tut es dem Rasen gut, wenn er im Herbst vertikutiert wird. Allerdings nur, wenn es länger trocken ist.

Herbstdünger einsetzen

In der kalten Jahreszeit benötigt der Rasen viel Kalium, aber wenig Stickstoff. Kalium wirkt wie ein Frostschutzmittel in den Grashalmen. Es stärkt die Zellenwände der Gräser, so dass diese unempfindlicher gegenüber den kalten Temperaturen werden und im Kampf gegen Pilzbefall gestärkt sind.

Die Herbstdüngung sollte bis Ende Oktober abgeschlossen sein.

Nicht wässern

Wässern Sie Ihren Rasen nicht mehr im Herbst. Trockenheit im Herbst ist die beste Voraussetzung, dass der Rasen gut durch den Winter kommt, da die höhere Konzentration im Zellsaft für die Frosthärte sorgt.


7