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Umwelt Nachhaltigkeit im Osternnest

Nachhaltige Ostern - Sie haben richtig gelesen! Denn auch zu Ostern können wir auf Nachhaltigkeit achten. Mit bewussten Kaufentscheidungen und etwas Planung geht das sogar ganz einfach. Alexandra Achenbach, Expertin für Nachhaltigkeit, verrät ihre besten Tipps für ein "grünes" Osterfest, bei dem auch Umwelt und Klima etwas zu feiern haben.

Stand: 12.03.2021

nachhaltiges Osternest  | Bild: livelifegreen Alexandra Achenbach

Tipp 1: Weniger ist mehr!

Egal, ob zu Weihnachten, im Alltag oder eben an Ostern: Weniger ist mehr. Es macht aus vielerlei Hinsicht Sinn, unnötigen Überfluss zu reduzieren. Vor allem aber schonen wir damit wertvolle Ressourcen. Schließlich muss alles, was wir kaufen, zuerst angebaut oder produziert werden und landet am Ende seiner Nutzungszeit im Müll.
Mit diesen Gedanken im Hinterkopf sollten wir Deko und kleine Geschenke bewusst wählen und auf Qualität, Vielseitigkeit und Langlebigkeit achten.

Tipp 2: Achten Sie auf vielseitige und wiederverwendbare Osterdeko!

Fangen wir bei der Deko an: Hier ist das Stichwort Vielseitigkeit und Wiederverwendbarkeit. Warum sollte das Osterkörbchen nicht das restliche Jahr als Brotkorb genutzt werden? Oder warum kann das bunte Ostergesteck nicht einfach in einer hübschen Backform Platz nehmen? Vieles von dem, was wir bereits Zuhause haben, lässt sich wunderbar und einfach zweckentfremden, ohne etwas Neues kaufen zu müssen.
Aber auch Dekoration selber zu machen ist eine tolle Idee, die entspannt und Spaß macht. Und wenn Sie dann noch Gebrauchtes wiederverwenden oder vermeindlichen "Müll" upcyceln, dann wird Ostern umso nachhaltiger.

Tipp 3: Kaufen Sie faire Bio-Schokolade!

Was darf an Ostern auf keinen Fall fehlen? Richtig! Ein bunt gefülltes Osterkörbchen voller süßer Leckereien. Bei der Schokolade lohnt es sich, auf zertifizierte Fairtrade Schokolade zurückzugreifen und wann immer möglich Bio-Qualität zu bevorzugen, denn unsere bewusste Wahl hat eine positive Wirkung auf Mensch und Umwelt. Die Effekte sind vor allem: keine Kinderarbeit, lebenssichernde Löhne, weniger Palmöl und weniger schädliche Pestizide.
Allerdings hat faire Bio-Schokolade ihren Preis und den muss sie auch haben. Kaufen Sie daher lieber wenig gute Schokolade, statt Berge an Schokolade mit dem negativen Beigeschmack von Kinderarbeit und Umweltzerstörung.

Tipp 4: Sparen Sie an Plastikverpackungen!

Und noch etwas können wir mit einem nachhaltigen Inhalt unseres Osterkörbchens vermeiden, und zwar jede Menge Verpackungsplastik. Vielleicht gibt es ja in Ihrer Nähe einen kleinen Schokoladenladen? Oder wie wäre es denn, wenn selbstgebackene Hefehasen oder Osterkekse im Körbchen liegen würden? Letztere lassen sich zum Beispiel wunderbar und plastikfrei in einem leeren Marmeladenglas verpacken.

Tipp 5: Färben Sie die Eier selbst!

Kein Osterfest ohne bunte Ostereier. Bei fertig gefärbten Eiern aus dem Handel ist allerdings Vorsicht geboten, denn diese Eier gelten rein rechtlich als "verarbeitetes Lebensmittel" und müssen daher nicht mit einem Eier-Code gekennzeichnet werden. So verstecken sich oft billige Eier aus Käfig- oder Bodenhaltung hinter der bunten Schale, unnötig in viel Plastik verpackt. Besser ist es, Bio-Eier zu kaufen und diese selbst zu färben. Das funktioniert auch wunderbar mit natürlichen Farben aus der Küche. Hier funktioniert Färben und Hartkochen gleich in einem Aufwasch.

  • Färben mit Rote-Bete-Saft

Kochen Sie den Rote Beete-Saft einmal auf und lassen Sie die rohen Eier ca. 10 Min. im Sud köcheln.

  • Färben mit Kurkuma

Ca. 20 g Kurkuma auf 500 ml Wasser zum Kochen bringen und 20 Minuten köcheln lassen. Dann die rohen Eier für 10 Minuten im Farbsud mitkochen. Die gefärbten Eier nach dem Abkühlen mit etwas Pflanzenöl zum Glänzen bringen.

Frohe und nachhaltige Ostern wünschen Ihnen Alexandra Achenbach und "Wir in Bayern"!


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