BR Fernsehen - Wir in Bayern


2

Pflanzen Bogenhanf & Co. - Sukkulenten-Kunde

Jetzt im Winter macht die trockene, warme Heizungsluft den meisten Zimmerpflanzen zu schaffen. Sukkulenten hingegen kommen mit diesen Bedingungen hervorragend zurecht, denn sie stammen ursprünglich aus trockenen, heißen Gebieten. Pflanzenexperte Andreas Modery stellt einige Vertreter vor und gibt wertvolle Pflegetipps.

Stand: 19.12.2018

Flammendes Käthchen (Kalanchoe blossfeldiana) | Bild: picture-alliance/dpa

Sukkulenten

"Suculentus" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "saftreich". Damit ist die Besonderheit dieser Pflanzen bereits beschrieben: Sie speichern viel "Saft" in ihren Zellen und können somit mit sehr wenig Wasser auskommen. Deshalb findet man sie vor allem in den Halbwüsten Südafrikas oder Südamerikas.

Blattsukkulenten: Bei den Blattsukkulenten ist das Wasserspeichergewebe in den Blättern veranlagt. Typische Vertreter sind z. B. Bogenhanf, Flammendes Käthchen oder Lebende Steine.

Stammsukkulenten: Die Blätter der Stammsukkulenten haben sich meist zu Dornen entwickelt. So können diese Pflanzen ihr Überleben in der Wüste sichern. Zu ihnen zählen z. B. Kakteen oder Wolfsmilchgewächse. Die Dornen wurden übrigens früher als Grammophonnadeln verwendet.

Standort

Die Heimat der Sukkulenten sind Wüsten und Savannen. Deshalb sollte der Standort hell (am besten vollsonnig) und warm sein. Ein Südfenster wäre ideal. Im Sommer dürfen die Sukkulenten auf den Balkon, die Terrasse oder in den Garten umziehen.

Pflanzgefäß

Grundsätzlich ist für Sukkulenten ein Tontopf dem Kunststofftopf vorzuziehen, weil sich die Feuchtigkeit in diesem wesentlich weniger staut. Da die meisten Sukkulenten in Plastiktöpfen verkauft werden, sollten sie gleich nach dem Kauf umgetopft werden.

Wichtig

eine Drainageschicht aus z. B. Tongranulat oder Tonscherben

Erde

Sukkulenten vertragen keine normale Blumenerde. Verwenden Sie daher nur Kakteen- und Sukkulentenerde. Diese gibt es fertig zu kaufen, lässt sich aber auch einfach selbst herstellen aus:

  • 30 % Blumenerde
  • 30 % Ton (z. B. Blähtonkügelchen)
  • 30% Kokosfasern und kalkfreier Sand

Umtopfen

Topfen Sie Sukkulenten um, wenn sich das Volumen der Wurzeln stark vergrößert hat und das Substrat erneuert werden sollte (ca. alle 3 bis 4 Jahre). Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr (Beginn der Wachstumsperiode).

Gießen

Durststrecken sind für Sukkulenten kein Problem. Das Motto heißt: lieber zu wenig als zu viel gießen, denn auf ein reichliches Wasserangebot reagieren Sukkulenten mit Wurzelfäule. Trotzdem darf eine Sukkulente etwa alle 10 Tage vorsichtig gegossen werden.

Wichtig

Entfernen Sie ca. 3 Minuten nach dem Gießen das überschüssige Wasser aus dem Untersetzer oder Übertopf.

Düngen

Sukkulenten müssen nicht gedüngt werden. Wer glaubt, dass sie wegen des Düngers schneller wachsen, der irrt. Überdüngung führt zu Wurzelschädigungen (sogenannte Verbrennungen).


2